• Christoph Marschner, Director |
  • Eric Saez, Expert |

Das Schweizer Gesundheitswesen befindet sich angesichts der sich verändernden politischen Rahmenbedingungen, des steigenden Kostendrucks, des Fachkräftemangels und des voranschreitenden technologischen Wandels in einem immer grösser werdenden Transformationszwang. 

Dabei zeigen insbesondere Beispiele aus anderen Industrien und aus dem Ausland, wie die Digitalisierung Effizienz schaffen kann und dabei hilft, Arbeitskräfte optimiert einzusetzen, ohne dabei auf eine hohe Behandlungsqualität oder auf eine ausgeprägte Patientenerfahrung zu verzichten. 

Gerade technologische Lösungen, die sich auf Fachkräfte im Gesundheitswesen und die Effizienz der Leistungserbringer konzentrieren, können neben qualitativen Verbesserungen auch erhebliche finanzielle Vorteile mit sich bringen. Dabei spielt die Workflow-Automatisierung eine besondere Rolle, insbesondere um bei Mitarbeitenden unnötige Belastungen und Stress zu reduzieren.

Process Mining als möglicher Lösungsansatz

Einer von vielen technologischen Ansätzen in diesem Kontext ist der Einsatz von Process Mining. Diese Technologie ermöglicht es, Prozesse zu analysieren und neue sowie optimierte Prozessmodelle aus beobachtetem Systemverhalten abzuleiten. Ziel dabei ist, ein nachhaltiges, technologisch gestütztes und effizientes Prozessmanagement im Spital zu gestalten. Dies hilft, ein durchgängiges Prozesscontrolling zu implementieren, welches die Berechnung realistischer Zykluszeiten und Häufigkeiten von Prozesspfaden und Prozessaktivitäten umfasst, oder die Einhaltung von Richtlinien quantifizieren kann. Insbesondere auch bei administrativen und logistischen Tätigkeiten könnten dabei unbekannte Prozessstrukturen erkannt werden. 

Ein weiterer Ansatz kann der Einsatz von Softwarerobotern darstellen, um Systemgrenzen zu überwinden. So können beispielsweise Aufgaben wie die Überwachung von Vitalparametern, die Verarbeitung von Proben oder die Übertragung von Patienteninformationen automatisiert werden.

Coronapandemie hat die Problematik verschärft

Gerade seit dem Ausbruch von SARS-CoV-2 sind die Mitarbeitenden des Gesundheitswesens einem verschärften psychischen Druck und sogar psychischen Erkrankungen ausgesetzt. Wir empfehlen Entscheidungsträgern daher, unterstützende, schulende, motivierende und schützende Massnahmen insbesondere auch durch den Einsatz von Informations- und Kommunikationsplattformen zu ergreifen, um die Personalplanung, Kommunikation und Interaktion zwischen Mitarbeitenden zu vereinfachen. Eine Möglichkeit, um kommunikativen Herausforderungen technologisch entgegenzutreten wäre beispielsweise der Einsatz von Microsoft 365 und den damit verbundenen Kommunikationsmechanismen Microsoft Teams und Viva.

Voraussetzung: Investitionen in Digitalisierung

Angesichts der steigenden Gesundheitsausgaben und der zunehmenden Arbeitsbelastung sind Investitionen in die digitale Infrastruktur sowie die vollständige Nutzung der Digitalisierungsmöglichkeiten im Gesundheitswesen unabdingbar. Die Lösungsansätze unterstützen nicht nur die Fachkräfte bei ihren täglichen Arbeitsabläufen, sondern ermöglichen dem ganzen Betrieb, langfristig und nachhaltig kostbare Zeit und Kapital einzusparen. Process Mining und der Einsatz von Informations- und Kommunikationsplattformen sind nur einige von vielen anwendbaren technischen Lösungen, wie die Digitalisierung zu einem effizienteren Schweizer Gesundheitswesen beitragen kann.

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