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Auswirkungen der Coronakrise auf den Lohnausweis 2020

  • Petra von Bergen, Director |

In Zusammenhang mit der Coronakrise stellt sich die Frage, welche Folgen die COVID-19-Massnahmen für den Lohnausweis haben. Insbesondere sind die Auswirkungen von Home-Office infolge des COVID-19 Lockdowns im Detail anzuschauen.

Nachfolgend werden einige Punkte beschrieben, die im Lohnausweis 2020 zu beachten sind:

  • Handhabung von Zahlungen an Mitarbeiter für die Verrichtung von Arbeiten im Home-Office, wie z.B. Pauschalentschädigungen für die Nutzung eines Zimmers in der Privatwohnung, Rückerstattung von Auslagen für Arbeitsmittel etc. Hier ist zu differenzieren, ob es sich bei solchen Zahlungen um steuerbare/AHV-pflichtige Lohnbestandteile handelt oder um Spesenersatz. Entsprechend unterschiedlich fällt die Deklaration im Lohnausweis aus.
  • Die Felder F resp. G sind grundsätzlich weiterhin anzukreuzen, wenn dem Arbeitnehmer ein Geschäftswagen resp. eine vergünstigte Verpflegungsmöglichkeit zur Verfügung gestellt wird. Der geldwerte Vorteil entsteht unabhängig davon, ob der Arbeitnehmer am Arbeitsort oder im Homeoffice arbeitet.
  • Durch den Arbeitgeber ausgerichtete, über die Arbeitslosenversicherung finanzierte Kurzarbeitsentschädigungen sind grundsätzlich im Lohnausweis in Ziffer 7 auszuweisen. Wenn ein Arbeitgeber weiterhin den vollen Lohn ausrichtet, ist eine Deklaration des ganzen Lohnes unter Ziffer 1 ebenfalls denkbar. Zudem ist es sinnvoll, im Bemerkungsfeld (Ziffer 15) die Periode der Kurzarbeit offenzulegen.

Die COVID-19 Krise wird Lohnverantwortliche bei der Erstellung der Lohnausweise 2020 zusätzlich herausfordern. Umso wichtiger ist es, sich so bald wie möglich mit diesem Thema auseinanderzusetzen, damit notwendige Abklärungen rechtzeitig vorgenommen und Anpassungen im System implementiert werden können.

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