Die Zukunft der Blockchain

Rebeca Garcia, Head of Corporate Communications von KPMG Schweiz, spricht mit Bill Laboon, Head of Education and Grants der Web3 Foundation, und Kasper Mai Jørgensen, CFO der Stiftung, über die Vision der Stiftung und die Vor- und Nachteile der revolutionären Blockchain-Technologie.

Die Blockchain bringt eine Menge Vorteile, jedoch auch viel Verantwortung mit sich – da sie ihren ganz eigenen Sinn der Wahheit besitzt.

– Bill Laboon

Video-Interview mit der Web3 Foundation (auf Englisch)

Das Ziel der Web3 Foundation mit Sitz in Zug ist es, Technologien und innovative Anwendungen im Bereich von dezentralen Web-Software-Protokollen zu fördern und zu betreuen. Web3 strebt ein faires Internet an, in dem die Nutzer die Kontrolle über ihre eigenen Daten, ihre Identität und ihre Bestimmung haben – vollständig geschützt vor jedweder zentralen Behörde.

Schlüsselbegriffe in Kürze

Eine Blockchain ist eine Reihe von Transaktionen, die in Blöcken zusammengefasst sind. Diese Blöcke sind durch eine Verschlüsselung, welche die Daten sicher speichert und verhindert, dass jemand den Verlauf verändert, miteinander verbunden. Keine Einzelperson oder Organisation ist Eigentümerin einer öffentlichen Blockchain.

Blockchain ist auch unter dem Namen Distributed Ledger Technology (DLT) bekannt – ein digitales System zur Aufzeichnung von Vermögenstransaktionen. Die Verwendung von Kryptographie garantiert  die sichere, unveränderbare und an mehreren Orten gleichzeitige Speicherung der Informationen. DLT liegt allen Vermögenswerten im Krypto-Universum zugrunde, einschliesslich Krypto-Assets, Stablecoins und digitalen Zentralbankgeldern (CBDCs). Es gibt zwei Formen von DLT: Dezentralisiert und genehmigungsfrei (z. B. Ethereum und Bitcoin) oder zentralisiert und genehmigungspflichtig (z. B. Onyx von J.P. Morgan). Bei der genehmigungsfreien DLT kann jeder User Knoten zum Netzwerk hinzufügen, während bei der genehmigungspflichtigen Infrastruktur ein «Gatekeeper» den Zugang auf vorab autorisierte User beschränkt.

Das auf der Blockchain-Technologie basierende Web 3.0 ist die neue und bessere Generation des Internets. Es wird KI und maschinelles Lernen nutzen, um das Internet auf eine neue Ebene zu heben, leistungsfähigere und evolutionäre Anwendungen zu entwickeln und Blockchain, Kryptowährungen und andere Krypto-Assets sowie NFTs vermehrt einsetzen. Entscheidender Unterschied zum aktuellen Internet ist, dass es sich um ein privateres und sichereres Umfeld handelt, welches die Menschen intensiver einbezieht und ihnen eine aktive Rolle zugesteht, anstatt sie nur als Plattformnutzer oder Datenlieferanten zu betrachten.

Die Zeitschrift Forbes hat es auf einen Punkt gebracht: «Der Begriff Metaverse bezeichnet eine Kombination aus Virtual-Reality- und Mixed-Reality-Welten, auf die über einen Browser oder ein Headset zugegriffen wird und die Echtzeit-Interaktionen und -Erfahrungen über Entfernungen hinweg ermöglicht.» Im Wesentlichen ist das Metaverse eine virtuelle Welt, die parallel zur physischen Welt existiert. Es ist ein Ort, an dem Menschen digital existieren und handeln können. Ein Ort, an dem virtuelle 3D-Welten integriert werden, die von Online-Spielen über virtuelle Musikkonzerte und Fussballstadien bis hin zu Online-Lernplattformen, Dienstleistungen und vielem mehr reichen wird.


KPMG in den Medien


Wie kann KPMG Ihnen helfen?

Die Blockchain ist eine leistungsstarke Lösung als Grundlage für viele Entwicklungen, die wir in Bereichen wie Kryptowährung und Web 3.0 beobachten. Sie zu verstehen ist eine Sache, sie optimal zu nutzen eine ganz andere. KPMG verfügt über Blockchain-Experten, die Ihnen bei der Bewertung und Einführung dieser und anderer aufstrebender Technologien helfen können, sowie Sie bei der Durchführung von Finanz- und Aufsichtsprüfungen von Blockchain-fähigen Unternehmen unterstützen können. Dies wird angesichts der zunehmenden Blockchain-Abhängigkeit und den damit verbundenen Geschäftsprozessen und Kontrollen an Bedeutung gewinnen.