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Neuer Höchststand bei Schweizer M&A-Deals

Medienmitteilung: Höchststand bei Schweizer M&A-Deals

Die Schweizer Wirtschaft verzeichnete 2018 mit 493 Transaktionen einen neuen Höchststand bei den Unternehmensfusionen und -übernahmen. Das Transaktionsvolumen belief sich auf USD 132,9 Mrd. Besonders hohe M&A-Aktivitäten verzeichneten die Pharmabranche, die Konsumgüterindustrie und der Industriesektor. Die Anzahl Private Equity-Geschäfte erreichte mit 160 Transaktionen ebenfalls einen Rekordwert.

Medienkontakt

Andreas Hammer

Director, Leiter Marketing & Communictions

KPMG Schweiz

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2018 waren die Schweizer Unternehmen und Investoren ausgesprochen aktiv bei Fusionen und Übernahmen und sorgten für ein Rekordjahr im M&A-Geschäft. Dies zeigt die Studie «Clarity on M&A» von KPMG. Die Anzahl Transaktionen mit Schweizer Beteiligung nahm gegenüber dem Vorjahr um rund einen Viertel zu (+24,8%) und erreichte mit 493 Deals den Höchststand seit Beginn der Erhebung im Jahr 2007. Das Transaktionsvolumen erhöhte sich gegenüber 2017 ebenfalls markant von USD 101,5 Mrd. auf USD 132,9 Mrd. (+30,9%), blieb aber hinter dem Rekordwert von USD 188,1 Mrd. aus dem Jahr 2014 zurück.

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Ten largest transactions with Swiss involvement (2018)

Besonders hohe M&A-Aktivitäten verzeichneten die Pharma- und Life-Sciences-Branche, die Konsumgüterindustrie sowie der Industriesektor. Letztgenannter weist mit 88 Deals zwar die meisten Transaktionen aus. Mit knapp USD 29,5 Mrd. erzielten Pharma- und Life-Sciences-Unternehmen aber das höchste Transaktionsvolumen. Auch die Bereiche Technologie, Telekommunikation und Medien (68 Deals) sowie der Finanzsektor (62 Deals) zeigten sich sehr aktiv. Das Transaktionsvolumen beider Wirtschaftsbereiche von insgesamt USD 15,7 Mrd. lag aber auf einem deutlichem tieferem Niveau.

Konsequente Umsetzungen der Transformationen

«Schweizer Unternehmen wie ABB, Novartis, Nestlé oder Glencore konnten auf ihren Transformationspfaden weitere Etappen zurücklegen und die Umschichtungen ihrer Portfolios mit bedeutenden Transaktionen wesentlich voranbringen oder abschliessen», erklärt Timo Knak, Leiter M&A von KPMG.

Das mit Abstand höchste Transaktionsvolumen erzielte der Deal zwischen Novartis und dem britischen Pharmakonzern GlaxoSmithKline (GSK): Um sich weiter auf die Entwicklung und das Wachstum des Kerngeschäftes konzentrieren zu können, verkaufte Novartis eine Beteiligung von 36,5% an einem gemeinsamen Joint-Venture für USD 13,0 Mrd. an GSK. Anschliessend akquirierte das Basler Biotechnologie- und Pharmaunternehmen die beiden US-amerikanischen Firmen AveXis Inc. (Gentherapien) und Endocyte (Krebstherapien) für insgesamt USD 10,6 Mrd.

ABB wird ihre Stromnetz-Sparte für USD 9,4 Mrd. an die japanische Industriegruppe Hitachi veräussern. Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé erwarb für USD 7,2 Mrd. die Produktionskapazitäten sowie die Marken- und Vertriebsrechte der Konsum- und Gastronomieprodukte des US-amerikanischen Einzelhandelsunternehmens Starbucks. Glencore verkaufte die Beteiligung am russischen Ölkonzern Rosneft für USD 9,3 Mrd. an den katarischen Staatsfonds QIA.

Private-Equity-Deals erreichen Höchststand

Private Equity spielt bei Unternehmensfusionen und -übernahmen eine zunehmend bedeutende Rolle. Die Anzahl Private-Equity-Deals erreichte 2018 mit 160 Transaktionen den Höchststand seit Beginn der Erhebung im Jahr 2007. Bereits 2017 verzeichnete gegenüber 2016 eine markante Zunahme an Private-Equity-Transaktionen um 32,2%. Das Transaktionsvolumen belief sich 2018 auf USD 35,6 Mrd. was einer Steigerung um 96,7% gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Gestützt wird der zunehmende Einfluss von Private Equity durch ein anhaltend tiefes Zinsumfeld mit entsprechend günstigen Finanzierungskonditionen, einem ausgedehnten Wirtschaftswachstum sowie erfolgreich durchgeführten Fundraisings. «Vor diesem Hintergrund entsteht Kreativität in einem übersättigten Markt. Diversifizierungen nach Branchen oder grenzüberschreitende Expansionen werden zunehmend wichtiger, weil private Investoren weiterhin nach interessanten Vermögenswerten suchen», so Timo Knak weiter.

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