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KPMG wächst kräftig

Medienmitteilung: KPMG wächst kräftig

Digitale Transformation der Wirtschaft, anhaltend tiefe Zinsen und unsichere Geopolitik: Das waren die wichtigsten Treiber im zurückliegenden Geschäftsjahr von KPMG. Dabei konnte KPMG ihre Kunden wirksam unterstützen und den Umsatz in allen Sparten markant steigern: Der Nettoumsatz erhöhte sich insgesamt auf CHF 448,5 Mio. (+5,9%), der Bruttoumsatz auf CHF 602,6 Mio. (+8,6%). Die Sparte Audit erwirtschaftete einen Nettoumsatz von CHF 225,9 Mio. (+6,5%), die Sparte Tax & Legal von CHF 123,6 Mio. (+2,5%) und die Sparte Advisory von CHF 99,0 Mio. (+9,0%). KPMG nimmt Kenntnis vom Bericht der Ad-hoc-Überprüfung der Revisionsaufsichtsbehörde (RAB) zur PostAuto Schweiz AG. Wir nehmen die Ergebnisse der Überprüfung sehr ernst und sind daran, die mit der RAB vereinbarten Massnahmen umzusetzen. KPMG begrüsst zudem die in Gang gesetzte Diskussion zur Klärung der Schnittstellen zwischen abgeltungsberechtigten Transportunternehmen, zuständiger Aufsichtsbehörde und Revisionsstelle.

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KPMG Schweiz hat im zurückliegenden Geschäftsjahr per 30. September 2018 ein ausgezeichnetes Ergebnis erzielt, wobei alle Sparten zum neuen Höchstwert beitrugen. Der Bruttoumsatz stieg auf CHF 602,6 Mio. (+8,6%), der Nettoumsatz auf CHF 448,5 Mio. (+5,9%).

Digitale Transformation und tiefe Zinsen als Haupttreiber

Der wichtigste positive Treiber war die immer intensivere digitale Transformation der Wirtschaft: Sie erlaubt in der Wirtschaftsprüfung umfassende Analysen von Kundendaten, in der Steuerberatung die Automatisierung von Standardabläufen und in der Unternehmensberatung innovative Prozessoptimierungs-Plattformen. Ein zweiter positiver Treiber waren die anhaltend tiefen Zinsen, die viele Fusionen und Akquisitionen begünstigten – aber auch das Risiko zunehmender Verschuldungen mit sich bringen. Die grösste Bremswirkung war durch das zunehmend unsichere geopolitische Umfeld zu verzeichnen, das bei exportorientierten Kunden mögliche Investitionen im Inland und Ausland zumindest verzögert hat.

Grosse Investitionen und wichtige Engagements

KPMG hat auch dieses Jahr substanziell investiert: in die Personalentwicklung, in technologische Innovationen und in wichtige Partnerschaften. So investierte KPMG im letzten Jahr rund 6% ihres Umsatzes in Software- und Technologieentwicklungen und über CHF 7 Mio. in Aus- und Weiterbildungen. Im gleichen Zeitraum wurden 666 neue Fachkräfte angestellt.

In Zürich hat KPMG das digitale «Insight Center» eröffnet: In diesem neuartigen Innovationszentrum werden Firmendaten analysiert und für Kunden visualisiert. Dank der Kombination von Spitzentechnologie, prädiktiver Analytik und Expertenwissen erkennen die Kunden neue Korrelationen und Chancen, aber auch drohende Risiken. Zusammen mit der britischen Cybersicherheitsfirma Immersive Labs hat KPMG die «Digital Cyber Academy» lanciert, die den Studierenden aller Schweizer Hochschulen kostenlos zur Verfügung steht. Mit der Akquisition des Softwareentwicklers Terria Mobile hat KPMG sodann ihr Dienstleistungsangebot für digitale Transformationen gezielt erweitert.

KPMG hat einen wichtigen Beitrag geleistet, die Schweiz als attraktiven, zukunftsfähigen und vertrauenswürdigen Wirtschaftsstandort zu positionieren, insbesondere durch Engagements bei Economiesuisse, digitalswitzerland und vielen weiteren nationalen, regionalen und fachspezifischen Netzwerken sowie das «KPMG CyberLab» am «Digital Festival Zürich». Von der Unterstützung durch KPMG profitierten auch Universitäten und Fachhochschulen. Dank der Publikation wichtiger Studien in Schlüsselthemen der Schweizer Wirtschaft hat KPMG ihre Meinungsführerschaft in diesen Fachbereichen weiter gefestigt.

Audit mit neuartigen, umfassenden Datenanalysen

Die Sparte Audit konnte das Ergebnis weiter steigern und erhöhte den Nettoumsatz auf CHF 225,9 Mio. (+6,5%). Mitverantwortlich für die positive Entwicklung sind neue technologische Möglichkeiten auf Kunden- wie auf KPMG-Seite: Sie erlauben kundenseitig die völlige Neugestaltung von Finanz- und Führungsprozessen und seitens KPMG die Standardisierung, Automatisierung und Zentralisierung wichtiger Prüfungsarbeiten. Damit erhöhen sich die Prüfsicherheit und die Relevanz unserer Berichterstattung. Mittels umfassender Datenanalysen bieten wir unseren Kunden ergänzende, innovative Assurance-Dienstleistungen an.

Das anhaltende Tiefzinsumfeld und der Druck auf weitere Wertsteigerungen haben dazu geführt, dass Firmen über günstige Neuverschuldungen ihr Fremdkapital erhöhen und teilweise mittels Aktienrückkäufe ihr Eigenkapital zurückfahren. Nach Jahren aktiver Akquisitionstätigkeit stecken in vielen Unternehmensbilanzen grosse Goodwillpositionen. Aktuell zeichnen sich erst vereinzelt substanzielle Wertminderungen ab. Aber die sich langsam eintrübenden globalen Konjunkturaussichten und diverse Unsicherheiten im Welthandel verlangen einen sorgsamen Umgang mit der erarbeiteten Substanz, wobei dem kritischen Wirtschaftsprüfer eine wichtige Funktion zukommt. Ebenso sind die Finanzdienstleiter insbesondere im Hypothekar-, aber auch im übrigen Kreditgeschäft gut beraten, Vorsicht walten zu lassen, um künftige Abwertungen zu verhindern.

Der regulatorische Druck und der Glaube, wonach mehr Regulierung bestehende ökonomische, gesellschaftliche und soziale Probleme lösen kann, sind vor allem in Europa ungebrochen. Die Wirtschaftsprüfung ist dieser Diskussion direkt ausgesetzt, und der Graben zwischen dem gesetzlichen Auftrag und der öffentlichen Erwartungshaltung an die Prüfgesellschaft – der sog. «Expectation Gap» – wird immer breiter.

KPMG ist sich ihrer Verantwortung für funktionierende, stabile und transparente Finanzmärkte, aber auch der gesellschaftlichen Verantwortung bewusst und investiert deshalb weltweit hohe Summen in die Entwicklung modernster Prüfmethoden und -technologien und in die Ausbildung unserer Mitarbeiter. Als global tätige Organisation setzt KPMG diversifizierte Prüfteams ein und fördert ihre Mitarbeitenden gezielt, um eine breite Berufserfahrung, möglichst auch in mehreren Ländern und Kulturkreisen, zu sammeln.

Tax & Legal mit Software-gestützten Automatisierungen

Die Sparte Tax & Legal steigerte den Nettoumsatz auf CHF 123,6 Mio. (+2,5%). Mit ein Grund für das gute Ergebnis der Sparte war die hohe Nachfrage nach Compliance-Dienstleistungen und – damit verbunden – nach Outsourcing-Lösungen, wobei KPMG ihren Kunden integrale Lösungen sichert. Beim zunehmenden Einsatz von Blockchains und Initial Coin Offerings (ICO) unterstützt KPMG ihre Kunden in allen steuerlichen und regulatorischen Fragen aus einer Hand, ebenso beim Umgang traditioneller Firmen mit neuen digitalen Besteuerungsregeln.

Das OECD-Programm zu «Base Erosion and Profit Shiftings» (BEPS) befindet sich in der Umsetzungsphase, wobei KPMG Kunden bei der Anpassung von Strukturen und der Sicherstellung der Compliance unterstützt. Einen immer grösseren Anteil am Steuerberatungsgeschäft nehmen sog. «Managed Services» ein. Diese Software-gestützten, regelbasierten Automatisierungen (z.B. «Multishore Tax Reporting», «Global Equity Tracker») erlauben einen gesetzeskonformen, länderübergreifenden und verlässlichen Umgang selbst mit komplizierten steuerrechtlichen Anforderungen. Dass die neuen technologischen Möglichkeiten und die damit verbundenen Erwartungen unserer Kunden einen wesentlichen Einfluss auch auf unser Aus- und Weiterbildungsprogramm für Steuerberater haben, versteht sich von selbst.

Eine dämpfende Wirkung auf das Steuerberatungsgeschäft hat die harzige Unternehmenssteuerreform. Solange das vom Parlament verabschiedete «Bundesgesetz über die Steuerreform und die AHV-Finanzierung» (STAF) nicht in Kraft ist, bleiben die ungewisse Rechtslage und in der Folge die dämpfende Wirkung auf neue Investitionen in der Schweiz bestehen.

Advisory mit zahlreichen M&A und neuen Digitalstrategien

Die Sparte Advisory erhöhte den Nettoumsatz auf CHF 99,0 Mio. (+9%). Ein wesentlicher Treiber war die hohe Anzahl an grossen Transaktionen mit Schweizer Beteiligung, die wir mit umfassenden Deal-Advisory-Dienstleistungen massgeblich unterstützt haben. Die Industriegüter-, Konsumgüter-, Technologie-, Life-Science- und Pharmabranche waren für die grössten M&A-Aktivitäten verantwortlich, wobei zunehmend auch Sektor-übergreifende Transaktionen vorgenommen wurden. Aufgrund der nach wie vor sinkenden Spitzenrenditen im Immobilienbereich kommt der adäquaten Einschätzung des Wertpotentials und der Risiken eine noch grössere Bedeutung zu.

Im Bereich der Finanzdienstleistungsgesellschaften wurden – 10 Jahre nach der Finanz- und Wirtschaftskrise – die regulatorischen Themen durch Geschäftsstrategiethemen abgelöst. Im Übrigen dominierten das Tiefzinsumfeld und die expansive Geldpolitik in Europa das Geschäft: Auf der Suche nach profitablem Wachstum investieren deshalb insbesondere Banken stark in Technologie und die Entwicklung neuer Produkte, Dienstleistungen und Kundeninteraktionen. Besondere Beachtung schenken die Finanzdienstleiter auch dem Kampf gegen Cyberrisiken, Finanzkriminalität, Geldwäscherei und Korruption, die alle grosse Reputationsrisiken in sich bergen.

Im Industriebereich waren forensische Dienstleistungen vor allem zum Umgang mit Korruptionsfällen, Misswirtschaft und Betrug sowie Drittparteirisiken und Compliance-Management-Systemen nachgefragt. Die Digitalisierung von Unternehmen und Verwaltung, die Zunahme von Cyberangriffen und das verstärkte Risikobewusstsein von Führungskräften generieren zudem eine anhaltend starke Nachfrage für unsere Expertise in Cyber Security-, Datenschutz- und hochspezialisierte Zertifizierungsdienstleistungen.

Im Zentrum der Beratung von Finance- und Operations-Abteilungen standen umfassende technologische Transformationsprojekte, etwa zur Konzipierung und Umsetzung von neuen Entreprise-Resource-Planning-Systemen (ERP). Ebenso eine ganze Reihe an Finanztransformationsprojekten, allesamt getrieben durch den Einfluss der Automatisierung auf die Finance-Abteilungen, sowie die Neugestaltung von Einkaufsprozessen, die zunehmend in die Cloud verlagert werden. Der Life-Science-Sektor zeichnete sich diesbezüglich durch besondere Dynamik aus. Die Transformationsberatung fokussiert längst auf die gesamte Wertschöpfungskette und bezieht Front-, Middle- und Backoffice mit ein.

Ein wesentliches Element in der Beratung digitaler Transformationen ist die Festlegung und Einbettung einer Digitalstrategie in die Geschäftsstrategie. Dazu gehört auch die Klärung und Nutzung des Potenzials von Robotern, intelligenter Automatisierung und digitalen Arbeitskräften. Zu diesem Zweck hat KPMG wesentlich in die Entwicklung neuer Prozessautomatisierungs-Plattformen investiert. Bei Finanz- wie auch Industriekunden durfte KPMG neue Digitalstrategien entwickeln. In der öffentlichen Verwaltung unterstützten wir Kunden bei der Qualitätssicherung für grosse Transformationsprogramme.

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Geschäftsentwicklung

Ad hoc-Überprüfung der Revisionsaufsichtsbehörde zur PostAuto Schweiz AG

KPMG nimmt sodann Kenntnis vom Bericht der Ad hoc-Überprüfung der Revisionsaufsichtsbehörde (RAB). Die Überprüfung ist ein wichtiges Element der systematischen Aufarbeitung der Rolle der verschiedenen staatlichen und privaten Akteure rund um die Vorkommnisse betreffend PostAuto Schweiz AG. Dazu gehören insbesondere auch die unabhängige Untersuchung durch Kellerhals Carrard und das Gutachten der drei unabhängigen Experten (Andreas Donatsch, Stephan Bachmann, Felix Uhlmann) zum Untersuchungsbericht von Kellerhals Carrard. Die Ad hoc-Überprüfung der RAB befasste sich mit der Qualität der Arbeit der Revisionsstelle bezüglich der Testierung der Jahresrechnungen des Post-Konzerns und der PostAuto Schweiz AG, jedoch nicht mit der Prüfung der subventionsrechtlichen Berichterstattung.

KPMG anerkennt die wichtige Rolle der RAB bezüglich der Sicherstellung der Qualität der Wirtschaftsprüfung in der Schweiz. Entsprechend haben wir vollumfänglich mit der RAB kooperiert und nehmen die Ergebnisse sehr ernst: Wir haben mit der RAB verschiedene zukunftsgerichtete Massnahmen vereinbart, die teilweise bereits umgesetzt wurden. Sie werden dazu beitragen, die Qualität unserer Prüfungen weiter zu stärken.

Uns ist es wichtig, dass jetzt Klarheit geschaffen wird, wie die Revisionsstelle bei der Prüfung abgeltungsberechtigter Betriebe in Zukunft das Subventionsrecht zu berücksichtigen hat. Vor diesem Hintergrund begrüssen wir die offene Diskussion zwischen Parlament und Bundesrat wie auch die aktuellen Gespräche zwischen dem Bundesamt für Verkehr, dem Verband öffentlicher Verkehr und EXPERTsuisse über die subventionsrechtliche Prüfung durch die Aufsichtsbehörde. Sie verdeutlichen den gesetzgeberischen Handlungsbedarf und werden helfen, die offensichtlich sehr unterschiedlichen Erwartungshaltungen von Transportunternehmen, Revisionsstellen, Staat und Öffentlichkeit näher zusammenzuführen. KPMG ist bereit, dazu einen wesentlichen Beitrag zu leisten.

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