Lerne Simon kennen

Simon ist Director im Tax & Legal Bereich, arbeitet jeweils von Montag bis Donnerstag und nutzt den Freitag, um Zeit mit seinen Kindern zu verbringen.

Lerne Simon kennen

"Ich arbeite 80% und habe jeweils am Freitag frei. Es ist super, dass ich arbeiten und gleichzeitig mehr ins Leben meiner Kinder involviert sein kann."

Wie viele Kinder hast du und was ist deine Aufgabe bei KPMG?

Wir haben zwei Kinder – die siebenjährige Claire und den vierjährigen Johann. Ich bin im Team der Global Mobility Services (GMS) tätig. Mein unmittelbares Team und ich sind für kleinere und mittelgrosse Kunden und deren Global-Mobility-Programme zuständig.

Wie sieht dein “Flexible Working Arrangement” aus?

Ich arbeite 80% und habe jeweils am Freitag frei. Meine Partnerin arbeitet bzw. studiert ebenfalls 80%. Sie arbeitet am Montag und Dienstag, und am Freitag und Samstag studiert sie. Ich übernehme die Betreuung der Kinder jeweils am Freitag und Samstag sowie am Montag- und Dienstagmorgen. Da bin ich vor der Arbeit dafür verantwortlich, dass sie für den Tag vorbereitet sind – also Kleider anziehen, Frühstück und Znüni vorbereiten und Johann in die Krippe begleiten. Wenn möglich, essen wir am Abend zusammen.

Inwiefern ist dir das “Flexible Working Arrangement” eine Hilfe bei der Ausübung deiner Vaterrolle?

Dieses Working-Arrangement ist aufgrund des Kunststudiums meiner Frau zustande gekommen. Ich arbeite erst seit Oktober 2021 80%, und wir haben uns für die Zeit des Studiums (zwölf Monate) auf das Arrangement geeinigt. Was nachher passieren wird, ist noch offen. Doch der Vorteil liegt zurzeit klar darin, dass ich den Freitag mit meinen Kindern verbringen kann. Wir gehen dann immer gemeinsam in den Schwimmunterricht, so bleibt uns am Samstag Zeit für einen gemeinsamen Ausflug oder um etwas mit meiner Schwester zu unternehmen. Mein Ziel ist es dabei, dass ich meine Kinder und ihr Umfeld besser kennenlerne. Ich halte sie deswegen auch dazu an, Freunde zum Mittagessen einzuladen – Hörnliauflauf und dazu eine Passionsfrucht mögen sie am liebsten –, und ich versuche, das «Vatersein» bewusst auszuleben und dabei auch neue Leute in der Nachbarschaft kennenzulernen.

Welche Herausforderungen ergeben sich bei dieser Arbeitsorganisation?

Ich bewege mich in einem Spannungsfeld, wobei ich einerseits unternehmerisch tätig bin und den Ansprüchen von Kunden und Team gerecht werden will und andererseits auch die Verantwortung gegenüber der Familie wahrnehmen möchte. Es ist ein Zielkonflikt: Wir alle haben den Anspruch, möglichst immer alles zu haben, aber wir müssen manchmal eben auch Prioritäten setzen. Meine Prioritäten liegen klar bei der Familie und der Arbeit, da bleibt nicht mehr viel Zeit für Hobbys.

Gab es jemals eine kritische Situation, in der du deine Familie der Arbeit vorziehen musstest? Wie hat dich dein Team dabei unterstützt?

Die geschlossenen Kinderkrippen während des Lockdowns stellten wohl für viele Familien eine Herausforderung und einen Härtetest dar. Davor war die Trennung zwischen Arbeit und Familie strikt. Diese Grenzen sind nun viel verschwommener, was zwar befreit, aber auch verpflichtet.

Was ist dein Rezept für ein “well-balanced Work-Life”?

Ich wünschte, es gäbe eines. Es ist ein stetiges Ausprobieren eines Plans. Jedes Mal, wenn sich etwas ändert, muss man den Plan neu aufsetzen. Dies bedingt eine konstante Kommunikation und Koordination innerhalb der Familie, aber auch mit dem Team. Mein Team deckt den Freitag ab und hat Verständnis für meine Situation. Ohne meine Kolleginnen und Kollegen wäre mein flexibles Arbeiten so nicht möglich.

Was schätzt du am meisten an KPMGs Flex-Work-Model?

Es ist super, dass ich arbeiten und gleichzeitig mehr ins Leben meiner Kinder involviert sein kann. Es handelt sich um eine temporäre Lebensabschnittsphase, und das Flex-Work-Modell von KPMG ermöglicht es mir, dass ich in dieser Phase meiner Familie etwas mehr Aufmerksamkeit schenken kann. Ebenso schätze ich die Flexibilität, erst um 8.30 Uhr im Büro sein zu können. Die von KPMG gebotene Autonomie und das entgegengebrachte Vertrauen sind gigantisch. Doch es ist ein Geben und Nehmen: Es bedeutet auch, dass man sich vielleicht auch mal am Abend nochmals für die Arbeit hinsetzt.