Lerne Thomas kennen

Thomas arbeitet 80 % als Senior Manager und schätzt besonders, dass er wertvolle Zeit mit seinem Sohn Sebastian verbringen kann.

Lerne Thomas kennen

"Zur Geburt von meinem Sohn habe ich fünf Wochen Urlaub genommen. Nun arbeite ich für neun Monate 80 %. Mein Team hat grosses Verständnis aufgebracht und auch vonseiten der Kunden kamen positive Rückmeldungen."

Wie viele Kinder hast du und was ist deine Aufgabe bei KPMG?

Ich habe einen lebhaften, 13.5 Monate alten Sohn. In der Kita sagen sie immer, er melde sich, wenn er was wolle. Er sei aber auch furchtlos gegenüber den anderen, oft älteren Kindern. Meine Partnerin und ich arbeiten beide 80 % – sie hat am Freitag frei und ich am Mittwoch. Im Moment benötigt er noch viel Betreuung, doch je älter er wird, desto cooler wird es mit ihm. Ich habe neulich sogar wieder meine Gitarre in Betrieb genommen und neue Saiten aufgespannt, da Sebastian viel Spass an Kinderliedern hat.

Bei KPMG kümmere ich mich um alles, was mit regulatorischen Projekten zu tun hat – von Finanzmarktregulatorik bis hin zu deren Prozessen und Daten gehört alles zu meinem Einsatzgebiet.

Wie sieht dein «Flexible Working Arrangement» aus?

Zu Sebastians Geburt habe ich fünf Wochen Urlaub genommen. Nun arbeite ich für neun Monate 80 %. Mein Team hat grosses Verständnis aufgebracht und auch vonseiten der Kunden kamen positive Rückmeldungen. Ich habe es sehr geschätzt, dass es keine Diskussion war, als ich mein Anliegen, auf 80 % zu reduzieren, eingebracht habe. 

Wie sieht ein normaler Arbeitstag aus?

Ich werde meistens vor sechs Uhr morgens von Sebastian geweckt, – nein, ich brauche keinen Wecker mehr – kümmere mich dann um ihn und mache ihn bereit, um ihn in die Krippe zu bringen. Zwischen acht und neun Uhr bin ich dann im Büro. Gegen 17:00 Uhr verlasse ich das Büro, hole Sebastian ab und wir verbringen gemeinsam etwas Zeit mit der Familie, bis er ins Bett muss. Er badet im Moment sehr gerne mit seiner Badeente und dem Krebsli aus dem Disney Film Little Mermaid, das auch Sebastian heisst. Danach setze ich mich nochmal für eine oder zwei Stunden an den Computer, um zu arbeiten.

Inwiefern hilft dir das «Flexible Working Arrangement» in deiner Vaterrolle?

Daddy’s day breaks the routine. Es gibt mir Zeit für die Beziehungspflege, die sonst nicht da wäre. Irgendwann wird er ein selbstständiger Mensch sein, doch bis dahin möchte ich ihn so gut als möglich begleiten. Es gibt nichts Wertvolleres, als Zeit mit jemandem zu verbringen, den man mag. Man kann ganz einfache Sachen machen, wie das Ausräumen von Küchentüchern und Tupperware.

Welche Herausforderungen ergeben sich bei dieser Arbeitsorganisation?

Es kann vorkommen, dass man mal einen Call an einem freien Tag hat und dann ein Baby währenddessen auf den Knien sitzt. Sollte das nicht gehen, ist für Ersatz zu sorgen. Unter dem Strich: Das flexible Working Arrangement ist eine Hilfe, aber kann sich manchmal auch zur Herausforderung werden.

Gab es jemals eine kritische Situation, in der du deine Familie der Arbeit vorziehen musstest? Wie hat dich dein Team dabei unterstützt?

Eigentlich nicht – bis jetzt haben wir uns nie mit etwas konfrontiert gefühlt, worauf wir uns nicht hätten vorbereiten können. Da viele eine Familie haben, stösst man auch auf das entsprechende Verständnis.

Was ist dein Rezept für eine gute «Work-Life-Balance»?

Fokus und Prioritäten setzen: Es gibt Momente, da erlaubt es die Situation nicht, dass man sich auf anderes als die Arbeit konzentriert. Längere Tage können wieder kompensiert werden, sodass man nicht versuchen muss, immer alles gleichzeitig erledigen zu wollen.

Was schätzt du am meisten am Flex-Work-Modell von KPMG?

Ich schätze vor allem, dass uns diese Möglichkeit überhaupt geboten wird und dieses Mindset im Unternehmen da ist. Das trägt enorm zur Arbeitszufriedenheit bei.