Lerne Noé kennen

Noé, Manager Audit Corporates und Vater von zwei Kindern, arbeitet 90 Prozent einer Vollzeitstelle. So hat er jeden zweiten Freitag frei.

Lerne Noé kennen

"Jeden zweiten Freitag freizunehmen, gibt mir zusätzliche Flexibilität. KPMG hat mir sogar die Möglichkeit geboten, selbst zu entscheiden, wie ich meinen Zeitplan gestalten möchte."

Was ist deine Aufgabe bei KPMG?

Ich bin Manager in der Niederlassung Neuchâtel. Zu meinen Hauptaufgaben gehört die Leitung von Audit-Projekten für Industrie- und Pensionskassenkunden.

Wie viele Kinder hast du? Wie alt sind sie? Ist deine Partnerin auch berufstätig?

Ich habe zwei Kinder – eine kleine Tochter, die zwei Jahre und acht Monate alt ist, und einen acht Monate alten Sohn. Meine Frau arbeitet 60 Prozent in einer Bank.

Wie sieht deine flexible Arbeitszeitregelung aus?

Ich habe ein 90-Prozent-Modell gewählt, das es mir erlaubt, jeden zweiten Freitag freizunehmen.

Ausserdem verlängerte ich meinen Vaterschaftsurlaub nach der Geburt meines zweiten Kindes um zweieinhalb Monate. Ein Teil davon war unbezahlt. Diese Zeit bedeutete mir viel, da wir mehr gemeinsame Zeit als Familie verbringen konnten. Die Phase nach der Geburt eines Kindes ist für Eltern und Kinder sehr wichtig. Wir wollten in dieser Zeit zusammen sein. Ich habe mit meinen Vorgesetzten, meiner Partnerin, meinen Teamkolleginnen und ‑kollegen und meinen Kunden darüber gesprochen. Alle waren offen – das Feedback und die Reaktionen waren wirklich positiv. Man muss einfach gut kommunizieren. In dieser Zeit, die wir alle sehr genossen haben, sind wir viel gereist – nun ja, unser Junge war damals noch sehr ruhig. Ich bin wirklich dankbar für diese Wochen. Wir bekommen in unserem Leben nicht viele solche Chancen, also sollten wir sie nutzen, wenn sie sich bieten.

Wie sieht ein «normaler» Arbeitstag in deiner Familie aus?

Morgens stehen wir immer zur gleichen Zeit auf, um gemeinsam als Familie zu frühstücken. Dieses morgendliche Ritual ist für uns sehr wichtig und wir lassen es nie ausfallen. Danach machen wir uns fertig und bringen die Kinder zur Kita. Wir sind in Neuenburg zu Hause. Meine Frau und ich arbeiten beide in der Stadt und die Kita ist ganz in der Nähe, also verbringen wir auch diesen Teil des Tages gemeinsam. Wenn ich zu einem Kunden ins Büro muss, setze ich die ganze Familie mit dem Auto bei der Kita ab. Abends holt meine Frau die Kinder ab und wir essen gemeinsam zu Abend. Dann bringen wir die Kleinen ins Bett, und ich erzähle der Älteren eine kleine Gute-Nacht-Geschichte. Ich frage sie immer, was sie gerne hören möchte und mache dann eine Geschichte daraus. Gestern musste ich etwas über Dinosaurier erfinden.

Wie hilft dir deine flexible Arbeitszeitregelung bei deiner Rolle als Vater?

Mir ist es sehr wichtig, gemeinsame Zeit zu haben – nicht nur mit den Kindern, sondern auch mit meiner Frau. Das war die Idee hinter der Entscheidung für das flexible Arbeitszeitmodell. Meine Frau hat am selben Tag frei wie ich, also haben wir alle zwei Wochen ein langes Wochenende. Dann unternehmen wir etwas oder fahren ins Tessin, wo meine Frau herkommt. Wir wollen die Zeit, die wir miteinander verbringen, so gut wie möglich nutzen. Jeder Tag ist ein Geschenk, und wir wollen das Beste daraus machen.

Bringt dein Arbeitszeit Herausforderungen mit sich und wenn ja, welche?

Manchmal ist es schon ein wenig schwierig, aber ich versuche immer, streng mit mir selbst zu sein. Das bedeutet, dass ich alles in meiner Macht Stehende tue, um jeden zweiten Freitag tatsächlich freinehmen zu können. Meistens klappt es auch. Es ist aber nicht immer einfach. Doch auch hier gilt, dass man gut und transparent mit Vorgesetzten, Kolleginnen und Kollegen und Kunden kommunizieren muss. Ich versuche, die Besprechungen vor dem Freitag zu planen, ich arbeite ein bisschen länger oder ich stehe etwas früher auf – man muss einfach organisiert sein. Ich möchte auf keinen Fall auf den freien Freitag verzichten. Man muss lernen, manches, was nicht unbedingt sofort erledigt werden muss, bis zur nächsten Woche aufzuschieben. Vorausplanung und Kommunikation sind alles.

Hat es jemals einen Moment gegeben (Erkrankung eines Kindes, Kinderbetreuungspflichten usw.), in dem du der Familie Vorrang vor der Arbeit einräumen musstest, und wie hat dein Team dich in diesem speziellen Moment unterstützt?

Covid-19 machte die Organisation nicht eben einfacher, wenn man ein krankes Kind zu Hause hatte. Einmal musste ich mir den Nachmittag freinehmen, weil meine Tochter krank war, obwohl ich eine Menge zu tun hatte. Manchmal muss man eben Prioritäten setzen. Für alle Mütter und Väter waren die Covid-Zeit und vor allem der erste Lockdown eine grosse Herausforderung. Ich arbeitete in dieser Zeit von zu Hause, meine Frau nicht. Stell dir vor, ein schreiendes Baby neben dir zu haben, während du arbeitest. KPMG hat mich in dieser Situation unterstützt: Das Unternehmen war sich der Probleme bewusst, mit denen Familien in diesen Zeiten konfrontiert waren, und es war für alle klar, was an erster Stelle zu stehen hatte – das wusste ich sehr zu schätzen!

Was ist dein Rezept für ein ausgewogenes Arbeitsleben?

Sei streng mit dir selbst! Nach einem langen Tag ist es wichtig, bewusst mit der Arbeit aufzuhören und den Computer auszuschalten. In dem Moment, in dem ich das tue, höre ich auf, an die Arbeit zu denken. Ich gehe nach Hause und esse mit meiner Frau und meinen Kindern zu Abend, und an meinem freien Freitag checke ich keine E-Mails und denke nicht an die Arbeit. Ich halte Arbeit und Privatleben strikt voneinander getrennt.

Was schätzt du am meisten am flexiblen Arbeitsmodell von KPMG?

Es war überhaupt kein Problem, eine Arbeitszeit von 90 Prozent auszuhandeln. Wenn man ein «Nein» als Antwort erwartet, wird man gar nicht erst fragen, aber KPMG ist wirklich offen für flexible Arbeitsmodelle. Jeden zweiten Freitag freizunehmen, gibt mir zusätzliche Flexibilität. KPMG hat mir sogar die Möglichkeit geboten, selbst zu entscheiden, wie ich meinen Zeitplan gestalten möchte.