In der neuesten Ausgabe von «Clarity on Performance of Swiss Private Banks» analysiert KPMG Schweiz zusammen mit der Universität St. Gallen die Performance von 83 Schweizer Privatbanken im Jahr 2020 anhand einer Reihe von Kennzahlen. Die Studie zeigt: Die Kluft zwischen den stärksten und den schwächsten Banken hat sich in diesem von COVID-19 geprägten Pandemiejahr vergrössert, wobei die stärkeren Banken eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit bewiesen haben.

Stärkere Banken profitierten von den Bemühungen der letzten Jahre, die Kosten besser zu kontrollieren, das Kundenangebot zu optimieren und den Nettoneugeldzufluss zu steigern.
Schwächere Banken wurden von den drastischen Zinssenkungen in den USA und den sinkenden Kommissionserträgen stark getroffen, was sich auch in einem deutlichen Rückgang des Nettoneugeldzuflusses (NNM) und der verwalteten Vermögen (AuM) niedergeschlagen hat.
Banken aller Grössen
 haben Massnahmen zur Verbesserung ihrer Personalkosteneffizienz umgesetzt. Die Personalkostenspannen verringerten sich bei den meisten Banken und die AuM pro Mitarbeiter stieg auf ein Zehnjahreshoch.

Christian Hintermann, Partner, Financial Services, erläutert im Video die aktuellen Trends und gibt einen Ausblick auf künftige Entwicklungen.

University of St. Gallen Logo

Neue Höchststände mit starken Banken an der Spitze

In einem Jahr der Rekordhochs und -tiefs stechen einige Trends besonders hervor:

  • Konsolidierung erreicht Rekordhoch
  • Starke Banken setzen sich an der Spitze ab
  • Nettoneugeld erreicht höchsten Stand seit 2010
  • Das Betriebsertragsmarge sinkt bei acht von zehn Banken
  • Die Personaleffizienz steigt bei stagnierender Anzahl Mitarbeiter
  • ESG (Environmental, Social, Governance) hat noch zu wenig strategische Priorität

ESG (Environmental, Social and Governance) als Chance für Wachstum

Keine Branchenstudie wäre vollständig, ohne die stetig zunehmende Bedeutung von ESG zu untersuchen. Wir haben ermittelt, wie oft und in welchem Ausmass ESG von den Banken prioritär behandelt wird.

Die Schweizer Banken haben eine echte Chance, mit nachhaltigen Angeboten neue Generationen von Kunden zu gewinnen und die Position der Schweiz im globalen Markt als Leader im Wealth Management zu stärken. Doch auch wenn bereits einige Banken eine nachhaltige Produktepalette entwickelt haben und anderen Banken weit voraus sind, ist das Potenzial von ESG noch lange nicht ausgeschöpft.

Wir haben mit Reto Ringger, Gründer und CEO der Globalance Bank – einem Pionierunternehmen im nachhaltigen Investieren – gesprochen, der sich schon seit mehr als 25 Jahren diesem Thema widmet. Das vollständige Interview auf Deutsch finden Sie hier.

Reto Ringger
Reto Ringger und Christian Hintermann
Christian Hintermann
Reto Ringger und Christian Hintermann

Fotos: Martin Bissig

Performance der Branche

Die folgenden Grafiken verdeutlichen beispielhaft zwei wichtige Erkenntnisse. Weitere Details und Analysen finden Sie in unserer Studie.

AuM-Entwicklung (in CHF Mrd.)

Der Nettoneugeldzufluss erreichte mit 3,3% einen neuen Rekordwert. Es war der einzige positive Beitrag zum Wachstum der verwalteten Vermögen (AuM), deren Wachstum sich 2020 im Vergleich zum Vorjahr deutlich verlangsamt hat.

AuM-Entwicklung (in CHF Mrd.)

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Entwicklung des Kosten-Ertrags-Verhältnisses

Das Kosten-Ertrags-Verhältnis stieg im letzten Jahr um sechs Prozentpunkte auf einen Rekordwert von fast 86%, da die Schweizer Privatbanken Schwierigkeiten hatten, den Rückgang der Betriebseinnahmen zu limitieren.

Entwicklung des Kosten-Ertrags-Verhältnisses

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Lernen Sie unsere Experten kennen

Für detaillierte Angaben zu unseren Erkenntnissen laden Sie die Studie herunter oder nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir stehen Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite.