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Der aggregierte Swiss Real Estate Sentiment Index (sresi®) misst die Erwartung der Marktakteure zu den Entwicklungen über die kommenden zwölf Monate und wird aus der Einschätzung zur wirtschaftlichen Entwicklung und zur Preisentwicklung auf dem Immobilienanlagemarkt generiert.

Der Index reflektiert die Einschätzung von über 300 Umfrageteilnehmenden, die ein Anlage- und Bewertungsvolumen von gegen CHF 300 Mia. repräsentieren. Der sresi hat sich seit seiner Lancierung 2012 als führender qualitativer Vorlaufindikator für den Schweizer Immobilienanlagemarkt etabliert.

Die wichtigsten Ergebnisse der Studie 2020 im Gespräch mit Beat Seger:

sresi auf tiefstem Wert seit Beginn der Erhebung

Der aggregierte Swiss Real Estate Sentiment Index hat mit -13.1 Punkten den tiefsten Wert seit Beginn der Erhebung erreicht. Dies, nachdem der Index im Vorjahr mit +32.8 Punkten auf dem Höchststand lag.

Negative Einschätzung der Wirtschaftslage

Die Einschätzung der Umfrageteilnehmenden zur Entwicklung der wirtschaftlichen Lage in den kommenden zwölf Monaten spiegelt bei einem Index von -73.8 Punkten (Vorjahr: -10.1 pt.) den breiten Konsens einer sich deutlich verschlechternden Wirtschaftslage wider.

Insgesamt stabile Preise erwartet

Trotz der negativen Einschätzung zur Wirtschaftsentwicklung wird von den Umfrageteilnehmenden mit einem Index von +2.1 Punkten eine stabile Preisentwicklung für Anlageimmobilien erwartet (Vorjahr +43.5 pt.).

Während für den Gesamtmarkt eine stabile Preisentwicklung erwartet wird, weichen die Subindizes für Lagen und Nutzungen deutlich ab:

  • Wohnimmobilien: Der Preiserwartungsindex von +68.0 Pt. und der Angebotsindex von -108.0 Pt. zeugen davon, dass die Marktteilnehmenden Wohnimmobilien weiterhin als die bevorzugte Schweizer Immobilienanlage einschätzen, woraus eine starke Knappheit an adäquaten Investitionsmöglichkeiten resultiert.
  • Verkaufsimmobilien: Der Index für Verkaufsimmobilien ist seit Beginn der Erhebung negativ und hat mit -146.8 Pt. einen neuen Tiefststand erreicht.
  • Büroflächen: Der Preisindex liegt mit -73.4. Pt. nahe am Tiefstwert von 2013 und wird beeinflusst von der stark negativen Einschätzung der zukünftigen Flächennachfrage im erweiterten Geschäftsgürtel.
  • Lage: Weiteres Preissteigerungspotenzial wird mit +75.2 Pt. den zentralen Lagen zugeschrieben. Die Preiserwartungen für Mittelzentren sind bei -0.4 Pt. leicht negativ. Die negative Einschätzung der Preisentwicklung in peripheren Lagen hat sich mit -92.1 Pt. akzentuiert.

COVID-19 hinterlässt deutliche Spuren

Das Coronavirus hat das laufende Jahr in beinahe allen Lebensbereichen geprägt. Auch für den Immobilienanlagemarkt erwarten die Umfrageteilnehmenden Veränderungen, insbesondere in Bezug auf die künftige Nachfrage nach kommerziellen Flächen. 89% gehen davon aus, dass Fernarbeit (wie z.B. Homeoffice) an Bedeutung gewinnen wird. 87% erwarten eine Verlangsamung in der Entwicklung/Realisierung von Geschäftsflächen und 69% eine dauerhafte Reduktion der Besucherzahlen in den Einkaufszentren.

Die Auswertung der Fragen zum Einfluss von COVID-19 auf den Immobilienanlagemarkt zeigt deutlich, wo die Umfrageteilnehmenden Gewinner und Verlierer sehen:

  • Logistik: Logistikflächen sind die grossen Nachfragegewinner. 71% erwarten eine zunehmende Flächennachfrage.
  • Gesundheit und Pflege: Laut 54% der Teilnehmenden können Gesundheits- und Pflegeimmobilien von einer steigenden Nachfrage profitieren.
  • Wohnen: Die Mehrheit (56%) der Teilnehmenden erwartet eine stabil bleibende Nachfrage.
  • Büro: 43% rechnen mit einem Rückgang der Nachfrage im CBD, im erweiterten Geschäftsgürtel erwarten 76% der Befragten eine sinkende Flächennachfrage.
  • Hotellerie: 83% gehen von einem Rückgang der Nachfrage aus und zeichnen ein düsteres Bild.
  • Verkauf: Der deutlichste Rückgang der Nachfrage wird von 88% der Teilnehmenden für Verkaufsflächen in Einkaufszentren erwartet, dies ist noch ausgeprägter als die von 74% geäusserte negative Nachfrageentwicklung für peripheren Lagen.

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Weiterführende Informationen

Medienmitteilung

Die Akteure im Schweizer Immobilienanlagemarkt erwarten für die kommenden zwölf Monate ein schwieriges Marktumfeld.

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