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Korruptionsbekämpfung: ISO 37001 Zertifizierung

  • Anne van Heerden, Partner |

Der ISO 37001 Standard wurde im Oktober 2016 von der International Organization for Standardization (ISO) veröffentlicht und ist die erste weltweite Norm für Anti-Korruptions-Management-Systeme.

Korruption und Bestechung sind eine der grössten globalen Herausforderungen. Die OECD schätzt, dass über eine Trillion US-Dollar Bestechungsgelder pro Jahr bezahlt werden. Die Folgen sind schwerwiegend und umfassen unter anderem verringerte Lebensqualität, vergrösserte Armut und Untergrabung des öffentlichen Vertrauens.

Trotzt nationalen und internationalen Bemühungen Korruption und Bestechung zum Beispiel durch ein verschärftes Korruptionsstrafrecht zu bekämpfen, besteht das Problem weiterhin für viele Firmen. Regulatorische und rechtliche Rahmenbedingungen ändern sich rasant und einhergehend wurde das Korruptionsstrafrecht auf internationaler und nationaler Ebene ausgebaut.

Einhergehend hat die Internationale Organisation für Normung (ISO) 2016 den weltweit anerkannten Standard ISO 37001 eingeführt, der Anforderungen an ein wirksames "Anti-Korruptions-Management-System" (AKMS) in einem Unternehmen definiert.

ISO 37001 Zertifizierung bietet vielfältige Vorteile

Der Standard ISO 37001 hilft Unternehmen bei der Einführung eines Managementsystems zur Bekämpfung von Korruption und der Förderung einer ethischen Unternehmenskultur. Unabhängig von ihrer Grösse, der zugehörigen Branche und dem Land können Unternehmen ihr internes AKMS anhand des international anerkannten Regelwerks "ISO" zertifizieren lassen.

Der ISO 37001-Standard kann auf alle Organisationen angewandt werden, unabhängig davon, ob es sich um kommerzielle oder Non-Profit Organisationen, Konzerne oder staatliche Einrichtungen handelt.

ISO 37001 umfasst 7 Module, die eine Reihe von Massnahmen und Kontrollen beinhalten. Beispielsweise sollten Unternehmen Anti-Bestechungsprogramme implementieren und Korruptionssrisiken beurteilen. Die Einführung eines AKMS hilft den Organisationen dabei, die Anforderungen einheitlich umzusetzen.

ISO 37001 Zertifizierung bietet vielfältige Vorteile wie zum Beispiel die folgenden:

  • Mindestanforderungen und unterstützende Leitlinien für die Einführung eines AKMS;
  • Gewissheit für Management, Investoren, Mitarbeiter, Kunden und andere Stakeholder, dass eine Organisation angemessene Schritte unternimmt, um Bestechung zu verhindern;
  • Nachweis im Falle einer Untersuchung, dass eine Organisation adäquate Massnahmen zur Verhinderung von Bestechung ergriffen hatte;
  • Die Zertifizierung könnte einen Wettbewerbsvorteil im Zusammenhang mit staatlichen Verträgen darstellen. So kann beispielsweise eine ausländische Regierung entscheiden, ob die ISO 37001-Zertifizierung für Unternehmen notwendig ist, um öffentliche Verträge zu gewinnen.

ISO 37001 Quick Assessment

Zertifikationsanbieter müssen akkreditiert werden. KPMG ist die erste Big 4 Europas, welche die Akkreditierung für ISO 37001 erhalten hat. Zur Gewährleistung der höchstmöglichen Qualität im Zertifizierungsprozess sowie der Glaubwürdigkeit der ausgegebenen Zertifikate wurde die KPMG Zertifizierungsstelle von einer unabhängigen Drittpartei, der deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS), beurteilt und akkreditiert. Die Akkreditierung ermöglicht KPMG Unternehmen jeglicher Grössen und Branchen im Bereich ISO 37001 zu zertifizieren.

Finden Sie mit unserem ISO 37001 Quick Assessment heraus, inwieweit Ihr AKMS den Anforderungen des Standards entspricht. Das Assessment hilft ebenfalls, Unternehmensbereiche mit Verbesserungspotential zu identifizieren, damit Ihr AKMS allenfalls an die Anforderungen von ISO 37001 angepasst werden kann.

Factsheet: ISO 37001 Standard

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