Country-by-Country Reporting - KPMG Austria
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Verrechnungspreisdokumentationserfordernis in Österreich: Country-by-Country Reporting, Master File und Local File

Verrechnungspreisdokumentationserfordernis

Implementierung OECD-Dokumentationsvorschriften in österreichisches Recht

Implementierung OECD-Dokumentationsvorschriften in österreichisches Recht

Die OECD widmet seit 2015 einen Gutteil ihrer steuerpolitischen Ressourcen dem sogenannten BEPS-Projekt („Base Erosion and Profit Shifting“). Ziel war auf möglichst breiter Front (G20, OECD, EU etc) eine wirksame Firewall gegen unerwünschte internationale Gewinnverlagerungen zu installieren. Entsprechend hat die OECD 2016 verschärfte Dokumentationsvorschriften vorgestellt (Action 13 des OECD BEPS Action Plan), welche mit „Master File“, „Local File“ und „Country-by-Country Reporting“ (kurz „CbCR“) auf drei Säulen basieren.

Mit den neuen Dokumentationsvorschriften werden Unternehmen verpflichtet, bestimmte Daten auf jährlicher Basis zu berichten. Nach dem Konzept der OECD ist für das CbC-Reporting konkret die Erhebung folgender Daten erforderlich: Konzern- und Außenumsätze, Gewinn/Verlust vor Steuern, Steuerzahlungen/-aufwand, Kapital, personelle und materielle Ressourcen. Außerdem sollen die Konzernunternehmen durch die Auswahl vorgegebener Aktivitätsindikatoren funktional grob charakterisiert werden (Einordnung der Unternehmenstätigkeit unter eine der vorgegebenen Kategorien). Die EU hat diese Verpflichtung bereits 2016 in Richtlinienform für ihre Mitgliedstaaten umgesetzt.

Auch Österreich hat rasch reagiert und die dreisäulige Verpflichtung bereits 2016 gesetzlich (und per Verordnung) geregelt. Damit besteht nun erstmals für alle grenzüberschreitend tätigen Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als EUR 50 Mio die Dokumentationsverpflichtung unter Verwendung der Mindest-Gliederung der Verrechnungspreisdokumentation in Master File und Local File Die CbC-Berichterstattung hingegen betrifft nur jene internationalen Konzerne, deren konsolidierter Umsatz im jeweiligen Vorjahr mindestens 750 Mio Euro erreicht hat. Die Verpflichtung trifft grundsätzlich die Konzernobergesellschaft in deren Ansässigkeitsstaat und die Daten werden zwischen den Finanzbehörden automatisch ausgetauscht. Jede zu einem berichtspflichtigen Konzern gehörende österreichische Muttergesellschaft hat jährlich bis zum Ende des Wirtschaftsjahres an ihr zuständiges Finanzamt abzugeben, worin die berichtende Gesellschaft genannt werden muss. Die neuen Dokumentationsvorschriftengelten bereits und die ersten Betriebsprüfungen, die auch das Jahr 2016 umfassen zeigen, dass die Dokumentation auch angefordert wird. Für die Nichtabgabe des CbC-Reportings sind zudem Strafen von bis zu EUR 50.000 vorgesehen.

 

KPMG Expertise

  • Konzeptionierung und Unterstützung bei der Erstellung des Country-by-Country Reporting
  • Prüfung und Risikoanalyse des Country-by-Country Reporting
  • Umwandlung des Country-by-Country Reporting in amtlich vorgeschriebenes XML-Datenformat und elektronische Übermittlung via FinanzOnline 
  • Unterstützung bei der Erfüllung der Meldeverpflichtungen im Zusammenhang mit dem Country-by-CountryReporting (CbCR) für die einzelnen Geschäftseinheiten

 

KPMG hat in diesem Bereich neben einem Tool für die Konvertierung der CbCR-Daten in das vorgeschrieben XML-Format auch weitere technische Lösungen entwickelt:

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