Das Jahr neigt sich dem Ende zu und damit endet auch die Antragsfrist für einige der COVID-Förderhilfen. Zur Unterstützung der Wirtschaft in der anhaltenden COVID-19-Lage und den damit verbundenen Einschränkungen gehen jedoch auch ausgewählte Förderinstrumente in die Verlängerung.

Damit Sie keine Frist für die Beantragung einer COVID-Förderhilfe verpassen und bestens über die aktuellen Fördermöglichkeiten informiert sind, haben wir für Sie einen Überblick über die wichtigsten Stichtage und Neuerungen zusammengestellt:

Fixkostenzuschuss 800.000

Beantragung der Auszahlung der 2. Tranche bis 31. März 2022 möglich

Verlustersatz

Beantragung der Auszahlung der 2. Tranche bis 31. März 2022 möglich

Verlustersatz verlängert1  (Verlustersatz II)

Beantragung der Auszahlung der 1. Tranche bis 31. Dezember 2021 möglich, die 2. Tranche kann ab 1. Jänner 2021 bis 30. Juni 2022 beantragt werden

Ausfallsbonus II

Beantragung der Auszahlung des Ausfallsbonus für Betrachtungszeitraum September 2021 noch bis 15.01.2022 möglich

Ausfallsbonus III

NEU: Der Ausfallsbonus wurde aufgrund der anhaltenden COVID-Lage für die Betrachtungszeiträume November 2021 bis März 2022 erweitert. Seit 10. Dezember 2021 kann die Auszahlung des Ausfallsbonus für den Betrachtungszeitraum November beantragt werden. Der Ausfallsbonus kann ab dem 10. des auf den Betrachtungszeitraum folgenden Kalendermonats bis zum 9. des auf den Betrachtungszeitraum viertfolgenden Kalendermonats (z.B. November bis 9. März 2022) beantragt werden.

Die Anträge für die bisher gelisteten Förderungen sind bei der COFAG (COVID-19 Finanzierungsagentur des Bundes GmbH) über FinanzOnline einzubringen.

Abrechnung der COVID-Investitionsprämie

Für jeden Antrag ist die Abrechnung spätestens 3 Monate ab zeitlich letzter Inbetriebnahme und Bezahlung der zu fördernden Investitionen vorzunehmen (Abrechnung über aws Fördermanager).

Überbrückungsgarantien (aws, ÖHT, OeKB)

Überbrückungsgarantien können auf Basis der Richtlinien2 aufgrund des Auslaufens des beihilferechtlichen Rahmens nur noch bis 31. Dezember 2021 beantragt werden. Die aws-Überbrückungsgarantie (für KMUs und Großunternehmen mit Finanzierungsbedarf bis zu EUR 0,5 Mio) konnte nur bis 15.12.2021 beantragt werden. Eine Verlängerung der Richtlinien, welche die Verlängerung der Überbrückungsgarantien bis 30.06.2022 vorsieht, ist derzeit in Vorbereitung. Nach Vorliegen der Richtlinien wird die Antragstellung gemäß Informationsschreiben der aws wieder unmittelbar im erprobten Schnellverfahren möglich sein.3

Härtefallfonds

Beantragung bis 2. Mai 2022 online über das Antragsformular auf der Website der WKO möglich

Kurzarbeit

Änderungsbegehren, mit denen Unternehmen, die wegen eines Betretungsverbotes besonders stark von der Coronakrise betroffen sind, eine ungekürzte Beihilfe beantragen können, sind bis spätestens 31. Dezember 2021 einzubringen

Für eine umfassende Beratung zu den COVID-Förderinstrumenten stehen wir gerne zur Verfügung!

1 Der Verlustersatz wird für die Betrachtungszeiträume Jänner bis März 2022 erneut verlängert (Verlustersatz III). Voraussetzung ist das Vorliegen eines Umsatzausfalls iHv 40%. Die Auszahlung erfolgt in zwei Tranchen. Die Beantragung wird ab Anfang 2022 möglich sein. Detailinformationen werden in Kürze von der COFAG veröffentlicht.
2 BGBl. II Nr. 143/2020: Verordnung des Bundesministers für Finanzen gemäß § 3b Abs. 3 des ABBAG-Gesetzes betreffend Richtlinien über die Ergreifung von finanziellen Maßnahmen, die zur Erhaltung der Zahlungsfähigkeit und zur Überbrückung von Liquiditäts-schwierigkeiten von Unternehmen im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Erregers SARS-CoV-2 und den dadurch verursachten wirtschaftlichen Auswirkungen geboten sind
3 https://www.aws.at/aws-ueberbrueckungsgarantien/ (abgerufen am 20.12.2021)

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