AnaCredit: EZB-Leitlinien über die Verfahren zur Erhebung granularer Kreditdaten geändert

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Im Amtsblatt der EU wurde am 19. Oktober 2021 die Änderung der Leitlinie der Europäischen Zentralbank zur Änderung der Verfahren zur Erhebung granularer Kreditdaten und Kreditrisikodaten veröffentlicht. Die Anpassungen betreffen zusätzliche Informationen bei der Übermittlung von revidierten Daten, den Meldekalender als auch den Umfang des Datensatzes im AnaCredit-Rückmeldeverfahren.

Im Rahmen von AnaCredit gemäß der EZB-Verordnung (EU) 2016/867 werden Angaben auf der Ebene der einzelnen Kreditnehmer und der einzelnen Kredite erhoben. Dies EZB-Leitlinie enthält dazu Informationen über die Verpflichtungen der nationalen Zentralbanken zur Übermittlung der erhobenen Kreditdaten, sowie über die Verfahren zur Übertragung solcher Daten.

Die EZB hat im Oktober 2021 die Leitlinien (EU) 2021/1829 zur Änderung der Leitlinie (EU) 2017/2335 über die Verfahren zur Erhebung granularer Kreditdaten und Kreditrisikodaten erlassen. Folgende wesentlichen Änderungen ergeben sich im Zuge der Novellierung:

  • Nationale Zentralbanken des Eurosystems müssen zur Verbesserung der Datenqualität im Falle von Revisionen, zB bei zur Berichtigung fehlerhaft gemeldeter statistischer Daten, weitere Einzelheiten über Art und Frequenz solcher Revision angeben.
  • Zudem sollen sowohl die Meldestichtage als auch der Deckungsumfang des Datensatzes im EZB-Rückmeldeverfahren klargestellt werden.
  • Die Übermittlung der Daten soll durch ein harmonisiertes elektronisches Übermittlungsformat erfolgen, das vom Europäischen System der Zentralbanken vereinbart und festgelegt wurde.

Die Änderungen sind ab dem 1. April 2022 anwendbar.

Alle weiteren Informationen finden Sie in der EZB-Leitlinie.