Neue Delegierte Rechtsakte zur MiFID II in Bezug auf Nachhaltigkeitsfaktoren und -präferenzen veröffentlicht

Financial Services News

Financial Services News

Sustainable Finance

Am 02.August 2021 wurden im EU-Amtsblatt zwei neue delegierte Rechtsakte der Europäischen Kommission ergänzend zu MiFID II veröffentlicht.

Die delegierte Verordnung (EU) 2021/1253 besagt, dass Banken und Wertpapierfirmen im Rahmen ihrer Kundenbeziehungen auch Nachhaltigkeitsfaktoren berücksichtigen müssen.  Alle relevanten Nachhaltigkeitsrisken iSd VO (EU) 2019/2088, deren Eintreten tatsächlich oder potenziell erhebliche negative Auswirkungen auf den Investitionswert haben können, sind neben den relevanten finanziellen Risiken zu berücksichtigt. Zusätzlich sieht die DelVO vor, dass Banken und Wertpapierfirmen, welche Anlageberatung und Portfolioverwaltung anbieten, im Zuge dessen die individuellen Nachhaltigkeitspräferenzen des Kunden erheben, um diesem die geeigneten Finanzinstrumente empfehlen zu können. Des Weiteren sind Nachhaltigkeitspräferenzen iZm Interessenskonfliktmanagement und organisatorischen Anforderungen zu berücksichtigen. Die delegierte Verordnung (EU) 2021/1253 ist ab dem 2. August 2022 anzuwenden.

Die delegierte Richtlinie (EU) 2021/1269 betrifft die Einbeziehung von Nachhaltigkeitsfaktoren in die Produktüberwachungspflichten (Product Governance). Sie besagt, dass im Zuge des Produktgenehmigungsverfahren eines jeden Finanzinstruments Nachhaltigkeitsfaktoren und nachhaltigkeitsbezogene Ziele zu berücksichtigen sind. Bei der Zielmarktdefinition ist ebenfalls auf die Nachhaltigkeitsziele des Kunden Rücksicht zu nehmen. Die delegierte Richtlinie (EU) 2021/1269 ist von den Mitgliedstaaten bis zum 21. August 2022 umzusetzen und ab dem 22. November 2022 anzuwenden.

Verwandte Inhalte