EZB überarbeitet Ansatz für Säule-2-Empfehlung

Financial Services News

Financial Services News

Regulatory

Die EZB veröffentlichte am 18. August 2021 ihren neuen Ansatz zur Ermittlung der bankspezifischen zusätzlichen Kapitalempfehlung (Pillar 2 Guidance bzw. P2G).

Im Rahmen des jährlichen aufsichtsrechtlichen Überprüfungs- und Bewertungsprozesses (SREP) wird neben den verpflichtenden Mindesteigenmittelanforderungen auch die zusätzliche Säule-2-Empfehlung (P2G) festgelegt. Aufgrund der Neuerungen in CRR und CRD wendet die EZB ab dem SREP-Zyklus 2021 eine neue zweistufige Kategorisierungsmethodik zur Bestimmung der P2G an.

Zunächst werden Banken in einer von vier vordefinierten P2G-Kategorien zugeordnet, je nachdem, wie stark das CET1-Kapital im adversen Szenario der durch EBA und EZB durchgeführten Stresstests aufgezehrt wurde. Banken, die nicht in die Stresstests einbezogen sind, erhalten die P2G auf Grundlage einer vorausschauenden Bewertung der Risiken für das Eigenkapital festgelegt. im zweiten Schritt bestimmen die Aufsichtsbehörden den endgültigen P2G-Wert einer Bank innerhalb der Bandbreite der Kategorie unter Berücksichtigung des Risikoprofils.

Die EZB möchte mit der überarbeiteten P2G-Methode die Verbindung zwischen der P2G und den Stresstestergebnissen stärken und sich dabei auf das CET1-Kapital einer Bank konzentrieren. Die EZB-Bankenaufsicht geht derzeit davon aus, dass sie keiner Bank eine höhere Säule-2-Empfehlung als 4,5 % zuweisen wird.

Auch wenn der überarbeitete P2G-Ansatz bereits dieses Jahr angewandt wird, ist den Banken bis mindestens Ende 2022 eine Kapitalunterlegung unterhalb der Säule-2-Empfehlung und der kombinierten Kapitalpufferanforderung gestattet.

Alle weiteren Informationen finden Sie unter folgendem Link.

Verwandte Inhalte