ESMA- Konsultation der MAR-Leitlinien zur verzögerten Offenlegung von Insiderinformationen

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Die ESMA hat am 15. Juli 2021 ein Konsultationspapier zur Überarbeitung ihrer Leitlinien für die verzögerte Offenlegung von Insider-Informationen im Rahmen der Marktmissbrauchsverordnung (MAR) in Bezug auf deren Interaktion mit der Aufsicht vorgelegt.

Die MAR-Leitlinien der ESMA beinhalten eine Liste an legitimen Interessen von Emittenten, die durch eine sofortige Offenlegung von Insiderinformationen beeinträchtigt werden könnten. Demnach können Emittenten die Offenlegung von Insiderinformationen verschieben, wenn ein berechtigtes Interesse des Emittenten besteht, die Verzögerung der Offenlegung die Öffentlichkeit nicht in die Irre führt und die Vertraulichkeit gewährleistet ist.

Die derzeitigen MAR-Leitlinien sollen durch folgende Klarstellungen abgeändert werden:

  • Im Falle von Rücknahmen, Herabsetzungen und Rückkäufen von Eigenmitteln hat das Institut, bis zur Genehmigung durch die Aufsichtsbehörde, ein berechtigtes Interesse daran die Offenlegung von Insiderinformationen aufzuschieben.
  • Im Falle von SREP-Beschlussentwürfen und damit zusammenhängenden vorläufigen Informationen, hat das Institut ein berechtigtes Interesse daran, die Offenlegung von Insiderinformationen aufzuschieben, bis diese Informationen endgültig sind.
  • In einem neuen Abschnitt soll festgelegt werden, dass die Säule 2-Eigenkapitalanforderungen und Eigenkapitalleitlinien, die im SREP im Rahmen des CRR und CRD enthalten sind, der Definition von Insiderinformationen im Rahmen der MAR entsprechen und daher so schnell wie möglich offengelegt werden müssen, sobald sie final sind.

Alle weiteren Informationen finden Sie unter folgendem Link.

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