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Technische Regulierungsstandards zur Festlegung von Kriterien für Mitarbeiterkategorien

Financial Services News

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Risk Management

Am 9. Juni 2021 wurden durch die Delegierte Verordnung (EU) 2021/923 technische Regulierungsstandards (RTS) veröffentlicht, welche der Ergänzung der CRD IV dienen.

Die RTS enthalten ausführliche Definitionen der Begriffe Managementverantwortung, Kontrollaufgaben und wesentliche Geschäftsbereiche. Zusätzlich wurden Kriterien für die Ermittlung der Mitarbeiter oder Mitarbeiterkategorien, deren berufliche Tätigkeiten vergleichsweise ebenso wesentliche Auswirkungen auf das Risikoprofil des Instituts haben wie jene iSd Art 92 Abs 3 CRD IV, festgelegt.

Für entsprechende Mitarbeiter ist ein quantitativer Schwellenwert von EUR 500.000,- kombiniert mit der durchschnittlichen Vergütung der Mitglieder des Leitungsorgans und der Geschäftsleitung, festgelegt. Liegt die Vergütung über diesem Schwellenwert oder gehört sie zu den höchsten des Instituts, sollte die aufsichtliche Kontrolle verstärkt werden. Durch diese soll festgestellt werden, ob sich die berufliche Tätigkeit dieser Mitarbeiter tatsächlich wesentlich auf das Risikoprofil des Instituts auswirkt. Bei Mitarbeitern, denen eine Vergütung von mehr als EUR 1.000.000,- gewährt wird (Hochverdiener), sollten die zuständigen Behörden die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) unterrichten. Dies soll geschehen, bevor ein Ausschluss genehmigt wird, damit die EBA die einheitliche Anwendung der Kriterien prüfen kann.

Die Delegierte Verordnung finden Sie unter dem folgenden Link: EUR-Lex

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