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Vorbereitung auf die Reform der Leitzinsen - die letzte Etappe

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Die EZB veröffentlichte am 19. Mai 2021 einen Bericht über die Vorbereitung auf die Reform der Leitzinsen.

Die EZB weist darauf hin, dass das Ende des LIBOR unmittelbar bevorsteht (mit Ausnahme bestimmter Laufzeiten des USD-LIBOR) und der EONIA am 3. Januar 2022 durch die Euro Short Term Rate (€STR) ersetzt wird. Zudem wurde der EURIBOR kürzlich reformiert und dennoch müssen Vorbereitungen für seine mögliche zukünftige Nichtverfügbarkeit getroffen werden. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass Banken diese Übergänge aktiv managen, indem sie ihre Altverträge reduzieren und wenn erforderlich, den Wortlaut anderer betroffener Verträge ändern, um Klarheit iZm diesen Änderungen zu schaffen.

Im Dezember 2020 bewertete die EZB die Auswirkungen der Reformen auf Banken, die der europäischen Bankenaufsicht unterliegen. Ziel war es, ein umfassendes Bild zu erhalten, in welchem Ausmaß Banken den wichtigsten Referenzzinssätzen ausgesetzt sind, wie gut vorbereitet diese auf die Umstellungen sind und die seit der Bewertung 2019 erzielten Fortschritte. Die Daten zeigen, dass die Anzahl der Verträge, die auf LIBOR- und EONIA-Zinssätze referenzieren, von 3,9 Mio. im Jahr 2019 auf 2,2 Mio. im Jahr 2020 sank. Dies hauptsächlich aufgrund eines Rückgangs der EONIA-Verträge von 2,0 Mio. im Jahr 2019 auf 0,4 Mio. im Jahr 2020. Außerdem sank das gesamte LIBOR- und EONIA-Engagement im gleichen Zeitraum nur von 59,6 Billionen Euro auf 52,7 Billionen Euro. Insgesamt halten die Banken LIBOR-Engagements in Höhe von mehr als 48 Billionen Euro, hauptsächlich durch Derivatkontrakte, die an den USD-LIBOR gebunden sind.

Den Bericht der EZB finden Sie unter folgendem Link:

EZB News

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