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Europäische Kommission verabschiedet Maßnahmenpaket für ein nachhaltiges Finanzwesen

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Am 21. April 2021 veröffentlichte die EU-Kommission ihr „Sustainable Finance April Package“. Dieses Maßnahmenpaket verfolgt das Ziel, mehr Geld in nachhaltige Tätigkeiten in der EU zu lenken. In diesem Zusammenhang wurden delegierte Verordnungen zur EU-Klimataxonomie angenommen, sechs delegierte Änderungsrechtsakte zu treuhänderischen Pflichten und zu Anlage- und Versicherungsberatung sowie ein Richtlinienvorschlag zur Nachhaltigkeitsberichterstattung der Unternehmen veröffentlicht.

Das Maßnahmepaket umfasst unter anderem:

  • Die delegierte Verordnung zur EU-Klimataxonomie. Diese enthält technische Screening-Kriterien zur Bestimmung, ob eine wirtschaftliche Tätigkeit als wesentlicher Beitrag zur Anpassung an den Klimawandel qualifiziert werden kann, und um festzustellen, ob diese Wirtschaftstätigkeit keine erhebliche Beeinträchtigung eines der anderen in Art 9 Taxonomie-VO festgelegten Umweltziele verursacht. Die delVO soll ab dem 1. Jänner 2022 anwendbar sein.
  • Sechs delegierte Änderungsrechtsakte zu treuhänderischen Pflichten und zu Anlage- und Versicherungsberatung (MiFID, IDD, UCITS, AIFM): Diese sollen sicherstellen, dass Finanzunternehmen wie Beratungsgesellschaften, Vermögensverwaltungsgesellschaften oder Versicherer das Thema Nachhaltigkeit in ihre Verfahren und in ihre Anlageberatung für Kunden aufnehmen.

Nach Berücksichtigung der anwendbaren Fristen (3-monatige Einspruchsfrist von Parlament & Rat, Anwendbarkeit 12 Monate nach Veröffentlichung, etc.) ist mit einer Anwendbarkeit der delegierten Rechtsakte zu MiFID, IDD, UCITS und AIFM voraussichtlich Ende Q3/Anfang Q4 2022 zu rechnen.

Alle weiteren Informationen zu dem Maßnahmepaket finden Sie unter folgendem Link: Pressemeldung

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