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Die Klimaziele des Pariser UN-Abkommens sowie der Sonderbericht des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) zur globalen Erderwärmung sind Wegweiser in der weltweiten Klimapolitik. Eine wertvolle Initiative für Unternehmen, um einen Beitrag zur Reduktion der Treibhausgasemission zu leisten und gleichzeitig selbst zu profitieren, sind die Science Based Targets (SBTs).

Der internationale Konsens ist formuliert: 2015 auf der UN-Klimakonferenz einigte sich die internationale Staatengemeinschaft darauf, die globale Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad im Vergleich zu vorindustriellen Werten zu reduzieren. 2018 warnte das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), dass die globale Erwärmung 1,5 Grad nicht überschreiten darf, um irreversible Folgen abwenden zu können. Um diese Vorgaben zu erreichen, müssen die Treibhausgasemissionen bis 2030 halbiert werden und bis 2050 auf null sinken.

Ein konkretes Ziel

Die Science Based Targets (SBTs) bieten Unternehmen einen klar definierten Weg zur Emissionsreduzierung im Einklang mit dem Pariser Abkommen und der Empfehlung des IPCC. Sie werden auf einer wissenschaftlichen Grundlage berechnet, um sicherzustellen, dass die globale Erderwärmung gegenüber der prä-industriellen Ära begrenzt wird. Dies bedeutet: Unternehmen können ihre Emissionsreduktionen an einer konkreten Zielsetzung ausrichten, um dem Klimawandel effektiver entgegen zu wirken. Weltweit haben sich mehr als tausend Unternehmen zu den SBTs bekannt und arbeiten bereits an der Umsetzung ihres Unternehmensziels.

Viele Vorteile

Die SBTs zeigen Unternehmen, wie viel und wie schnell sie ihre Treibhausgasemissionen reduzieren müssen, um die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels zu verhindern. Die Reduzierung ihrer Treibhausgasemissionen ist dabei nicht nur positiv für unseren Planeten, sondern auch für das Unternehmen selbst.

Eine wissenschaftlich fundierte Zielsetzung ist wirtschaftlich sinnvoll: Sie sichert das Wachstum, spart Geld, bietet Widerstandsfähigkeit, stärkt das Vertrauen der Stakeholder, fördert Innovation und Wettbewerbsfähigkeit – und zeigt gleichzeitig konkrete Nachhaltigkeitsverpflichtungen gegenüber zunehmend bewussten Verbrauchern auf. Unternehmen, die den Zielvalidierungsprozess durchlaufen, profitieren gleichzeitig von der detaillierten Analyse ihrer Geschäftsbereiche und können feststellen, wo sich die wesentlichen Stellschrauben für eine klimagerechte Unternehmenszukunft befinden. Zudem hat die Implementierung von SBTs eine breite öffentliche Wirkung.

Eine Initiative für alle

Die SBTs sind für alle Unternehmen, aus allen Sektoren und unabhängig von der Unternehmensgröße anwendbar. Das vorrangige Ziel ist jedoch, produzierende Unternehmen mit einem hohen CO2-Ausstoß für die Implementierung zu begeistern. Es gibt verschiedene Berechnungsmodelle der SBTs-Initiative. All diese Modelle berücksichtigen verschiedene Klimaszenarien, wie die Branche und die jeweiligen Unternehmen sich in der Zukunft entwickeln werden, und beachten diese Faktoren in den Berechnungen. Jedes Unternehmen kann seinen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele leisten. Die Einbettung der SBTs in das Nachhaltigkeitsmanagement ist von entscheidender Bedeutung. KPMG begleitet Unternehmen bei der Umsetzung der unternehmerischen SBTs.