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EU-Aufsichtsbehörden veröffentlichen Joint Risk Assessment 2021

Financial Services News

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Risk Management

Am 31. März 2021 haben die EU-Aufsichtsbehörden EBA, EIOPA und ESMA ihr erstes diesjähriges Joint Risk Assessment veröffentlicht. Der Bericht zeigt auf, wie die COVID-19-Pandemie die kurzfristigen Erholungsaussichten weiterhin stark belastet. Die makroökonomische Unsicherheit spiegelte sich allerdings im Allgemeinen nicht in den Asset-Bewertungen und Marktvolatilitäten wider, welche sich auf das Vorkrisenniveau erholt haben, was das anhaltende Risiko einer Abkopplung der Bewertungen von den wirtschaftlichen Fundamentaldaten verdeutlicht.

Die makroökonomischen Konditionen haben sich in der zweiten Jahreshälfte 2020 verbessert, unterstützt durch anhaltende fiskal- und geldpolitische Bemühungen. Das Wiederaufleben der COVID-19-Pandemie seit dem letzten Quartal 2020 hat jedoch zu einer zunehmenden wirtschaftlichen Unsicherheit geführt. Der Impffortschritt als wesentlicher Anker für mittelfristige Erwartungen ist überschattet von unzureichenden Produktionskapazitäten, Lieferverzögerungen sowie Risiken im Zusammenhang mit Mutationen des Virus.

Aufgrund dieser Risiken und Unsicherheiten empfehlen die Aufsichtsbehörden den zuständigen nationalen Behörden und Finanzinstituten, die folgenden Maßnahmen zu ergreifen:

  • Vorbereitung auf eine erwartete Verschlechterung der Asset-Qualität
  • Weitere Maßnahmen entwickeln, um einem länger andauernden Niedrigzinsumfeld (low-for-long) und dessen Risiken Rechnung zu tragen: Finanzinstitute sollten weiterhin auf Änderungen der Zinssätze vorbereitet sein, insbesondere angesichts der jüngsten Aufwärtsverschiebungen der langfristigen Zinssätze und der daraus resultierenden Besorgnis über den wieder aufkommenden Inflationsdruck.
  • Gewährleistung einer soliden Kreditvergabepraxis und einer angemessenen Bepreisung von Risiken: Banken sollen weiterhin gründliche Risikobewertungen vornehmen, um sicherzustellen, dass die Kreditvergabe auch nach dem Auslaufen öffentlicher Unterstützungsmaßnahmen wie Kreditmoratorien und Garantien tragfähig bleibt.
  • Verfolgen einer konservativen Politik bei Dividenden und Aktienrückkäufen
  • Investmentfonds sollen ihre Vorbereitungen auf potenzielle Anstiege in Rückkäufen und Bewertungsschocks erhöhen.

Alle weiteren Informationen finden Sie unter folgendem Link: Joint Committee Report