close
Share with your friends

Accounting News 2021/01

Accounting News 2021/01

IFRS-Rechnungslegung

Verwandte Inhalte

IASB schlägt Verlängerung des Anwendungszeitraums der Änderungen an IFRS 16 im Zusammenhang mit COVID-19-bezogenen Mietkonzessionen vor

Das IASB hat einen Vorschlag zur Verlängerung des Anwendungszeitraums des im letzten Jahr verabschiedeten Amendments zu IFRS 16 bezüglich COVID-19-bezogener Mietkonzessionen herausgegeben. Ziel ist es, Leasingnehmern weiterhin die Bilanzierung von Zugeständnissen, wie Stundung der Mietraten oder Mietpreisnachlässe, zu erleichtern, die im direkten Zusammenhang mit dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie gewährt werden.

Das ursprüngliche Amendment wurde im Mai 2020 veröffentlicht. Derzeit ist die praktische Erleichterung auf Mietzugeständnisse anzuwenden, welche am oder vor dem 30. Juni 2021 fällige Mietraten reduzieren. Aufgrund der anhaltenden Pandemie wird vorgeschlagen, die Anwendbarkeit auf am oder vor dem 30. Juni 2022 fällige Mietraten zu erweitern.

Den Entwurf können Sie hier herunterladen.

IASB verabschiedet Änderungen an IAS 1 und IAS 8

Das IASB hat am 12. Februar 2021 Änderungen an IAS 1 Darstellung des Abschlusses einschließlich Änderungen an dem Practice Statement 2 Making Materiality Judgements und an IAS 8 Rechnungslegungsmethoden, Änderung von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehler veröffentlicht.

Die Änderung an IAS 1 Angaben zu Rechnungslegungsmethoden erfordert in Zukunft, dass lediglich die „wesentlichen“ Rechnungslegungsmethoden im Anhang dargestellt werden. Um wesentlich zu sein, muss die Rechnungslegungsmethode zum einen mit wesentlichen Transaktionen oder anderen Ereignissen im Zusammenhang stehen. Zum anderen muss es einen Anlass für die Darstellung geben. Ein Anlass kann etwa darin bestehen, dass die Methode geändert wurde, es sich um ein Wahlrecht handelt, die Methode komplex oder stark ermessensbehaftet ist oder in Übereinstimmung mit IAS 8.10–11 entwickelt wurde. Damit sollen in Zukunft unternehmensspezifische Ausführungen anstelle standardisierter Ausführungen im Vordergrund stehen. Die Guidance im Practice Statement 2 wurde entsprechend angepasst.

Die Änderung an IAS 8 Definition von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen stellt klar, wie Unternehmen Änderungen von Rechnungslegungsmethoden besser von Schätzungsänderungen abgrenzen können. Dazu wird definiert, dass eine rechnungslegungsbezogene Schätzung immer auf eine Bewertungsunsicherheit einer finanziellen Größe im Abschluss bezogen ist. Ein Unternehmen verwendet neben Input-Parametern auch Bewertungsverfahren zur Ermittlung einer Schätzung. Bewertungsverfahren können Schätzverfahren oder Bewertungstechniken sein.

Die Änderungen sind auf Geschäftsjahre anzuwenden, welche am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung der Änderungen ist laut IASB zulässig, setzt jedoch ein EU-Endorsement voraus.

Die Pressemitteilung des IASB ist hier abrufbar.

Newsletter IFRIC-Update veröffentlicht

Das IFRS IC hat ein IFRIC-Update zu den Ergebnissen der Sitzung am 2. Februar 2021 veröffentlicht.

Net Realisable Value – Costs Necessary to Sell Inventories (IAS 2)

Nach IAS 2.9 sind Vorräte mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert (net realisable value) zu bewerten. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und abzüglich der geschätzten notwendigen Vertriebskosten (IAS 2.6). Das IFRIC hat sich nun mit der Frage befasst, ob die geschätzten notwendigen Vertriebskosten auf die inkrementellen Kosten beschränkt sind.

Inkrementelle Kosten sind solche Kosten, die nur anfallen, weil eine bestimmte, einzelne Verkaufstransaktion durchgeführt wird. Der Ausschuss stellte fest, dass eine Beschränkung auf inkrementelle Kosten durch die Regelungen des IAS 2 nicht gedeckt ist, da dann möglicherweise Kosten ausgeschlossen werden, die das Unternehmen aufwenden muss, um seine Vorräte zu verkaufen, die aber nicht allein durch eine einzelne Verkaufstransaktion verursacht werden, sondern zum Beispiel mehreren Verkaufstransaktionen zuzuordnen sind. Die Einbeziehung nur der inkrementellen Kosten könnte daher das in IAS 2.28 dargelegte Ziel einer Abwertung auf den Nettoveräußerungswert verfehlen.

Das IFRIC merkte an, dass ein Unternehmen bei der Schätzung der für den Verkauf im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit notwendigen Vertriebskosten die spezifischen Tatsachen und Gegebenheiten, einschließlich der Art der Vorräte, berücksichtigt.

Nach Auffassung des IFRIC stellen die Grundsätze und Anforderungen in den IFRS-Standards eine angemessene Grundlage für ein Unternehmen dar, um zu bestimmen, ob die geschätzten Kosten, die für den Verkauf notwendig sind, auf die inkrementellen Kosten bei der Bestimmung des Nettoveräußerungswertes von Vorräten beschränkt sind. Folglich schlug das IFRIC in seiner vorläufigen Agenda-Entscheidung vor, kein Standardsetzungsprojekt in den Arbeitsplan aufzunehmen. Die 60-tägige Kommentierungsfrist für die vorläufige Entscheidung endet Mitte April.

Darüber hinaus wurde eine weitere vorläufige Agenda-Entscheidung getroffen. Sie bezieht sich auf die Darstellung von Vorjahreszahlen bei der Abkehr von der Going-Concern-Prämisse. Der Agendapunkt in Bezug auf eine Sale- and Lease-Back-Transaktion in Form eines Unternehmensverkaufs eines Tochterunternehmens, welches ausschließlich eine Immobilie hält, und die Vermietung dieser Immobilie an den Veräußerer, wird vom IASB unter Berücksichtigung der Empfehlungen des IFRIC bei einem zukünftigen Board-Meeting besprochen werden.

Der vollständige Newsletter ist über die Website des IASB unter folgenden Link abrufbar.

So kontaktieren Sie uns

 

Angebotsanfrage (RFP) einreichen

 

loading image Zum Angebotsformular