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Die Pandemie als möglicher Impuls für eine inklusivere Mitarbeiterschaft — dies ist eines der Ergebnisse der KPMG Studie „Global Female Leaders Outlook COVID-19 Special Edition“ (GFLO). Im Rahmen der Studie wurden mehr als 700 weibliche Führungskräfte aus 52 Ländern befragt, um den Einfluss der Pandemie auf ihr berufliches und persönliches Umfeld zu verstehen. Zu den wichtigsten Erkenntnissen zählen:

  • Die Verbreitung digitaler Kommunikations- und Arbeitsmittel kann zu einer Beschleunigung der Gleichstellung von Männern und Frauen führen.
  • Einen positiven Beitrag zu leisten, ist einer der größten Motivatoren für weibliche Führungskräfte weltweit. Vielfalt, Inklusion und Klimawandel sind hierbei die wichtigsten Agenden.
  • Weibliche Führungskräfte vertreten die Ansicht, dass digitale Transformationsprozesse während der Pandemie schneller umgesetzt wurden. Bei Innovationsprozessen und der Ausführung gibt es jedoch noch Verbesserungspotenzial.

Der Blick weiblicher Führungskräfte auf die neue Realität

Weibliche Führungskräfte stellen sich dem durch COVID-19 ausgelösten Wandel und haben eine realistische Einschätzung darauf, was die neue Realität für ihr Unternehmen bringen wird.

80 Prozent geben an, dass sich die digitale Transformation ihres Geschäftsbereichs während der Pandemie beschleunigt hat. Dass die Krise ihr Geschäft bis zu zwei oder mehr Jahre beeinträchtigen kann, erwartet 81 Prozent. Fast die Hälfte der Befragten gibt an, dass der Pool an möglichen Talenten zugenommen hat. Die Sicherung langfristiger Kundenbeziehungen ist für 53 Prozent der wichtigste Schlüssel, um mit den Auswirkungen der Krise umzugehen. Schließlich sehen die befragten Führungskräfte durch die Krise die Möglichkeiten, neue Chancen für Frauen zu schaffen. Dies geschehe durch verbesserte digitale Kommunikation, technische Fortschritte und einem Wandel der Erwartung auf Seiten der Stakeholder.

Teilnehmerinnen
Transformationsprojekte
Wachstum
Start-ups

Einschätzungen zur österreichischen Wirtschaft nach der Krise: Ein Überblick

  • Von den 700 Teilnehmerinnen der weltweiten Studie kommen sechs Prozent aus Österreich. Einige Ergebnisse unterscheiden sich für Österreich deutlich von den globalen. Demnach werden die Aussichten auf den zukünftigen Personalbestand österreichischer Unternehmen zurückhaltender eingeschätzt: Weltweit erwarten fünf Prozent ein Wachstum von 11-25 Prozent, in Österreich lediglich zwei Prozent. Ein Wachstum von sechs bis zehn Prozent erwarten weltweit zwölf Prozent, in Österreich ebenfalls lediglich zwei Prozent. Dass das eigene Unternehmen in den kommenden drei Jahren wachsen wird, erwarten 51 Prozent der weiblichen Führungskräfte in Österreich.
  • Dafür erwarten 27 Prozent für die österreichischen Unternehmen einen Rückgang des Personals von bis zu sechs Prozent (weltweit 15 Prozent).
  • Mit Ausblick auf die Wachstumsstrategien setzen 51 Prozent in Österreich auf die Kooperation mit innovativen Start-ups, weltweit lediglich 33 Prozent.
  • Mit Blick auf den Zeitraum, den COVID-19 die Geschäfte noch beeinflussen wird, geben 27 Prozent für Österreich mehr als zwei Jahre an und 68 Prozent erwarten, dass es noch bis zu zwei Jahre zu Beeinträchtigungen kommen kann.
  • Mit Blick auf ein sich veränderndes Kundenverhalten erwarten 83 Prozent der befragten österreichischen Führungskräfte, dass sich das (Kauf-)Verhalten stärker in den Digitalbereich verlagern und 44 Prozent erwarten, dass stärker lokal eingekauft wird.
  • Schließlich gehen 55 Prozent der befragten weiblichen Führungskräfte in Österreich davon aus, dass der Einfluss von Künstlicher Intelligenz und Robotern mehr Arbeitsplätze ersetzen als neue schaffen wird.

Zu weiteren Ergebnissen sowie zur Studie gelangen Sie hier.