Temporäre Erleichterung bei der Berechnung der Verschuldungsquote gemäß Artikel 500b CRR

Temporäre Erleichterung bei Berechnung der Verschuldung

Am 07. Oktober 2020 veröffentlichte die FMA ein Schreiben, in dem sie feststellte, dass außergewöhnliche Umstände iZm COVID-19 vorliegen, die den Ausschluss bestimmter Risikopositionen bei der Berechnung der Verschuldungsquote rechtfertigen.

Bernhard Gruber

Partner, Advisory

KPMG Austria

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Nach Konsultation der EZB gab die FMA bekannt, dass außergewöhnliche Umstände iZm COVID-19 vorliegen, die einen solchen Ausschluss rechtfertigen. Daher eröffnet die FMA den unter ihrer Aufsicht stehenden weniger bedeutenden Instituten (LSI) ebenfalls die Möglichkeit, die genannten Risikopositionen gegenüber der Zentralbank zeitlich befristet bis zum 27. Juni 2021 nicht zu berücksichtigen, wenn sie die Verschuldungsquote berechnen. Die Maßnahme gilt seit dem 07. Oktober 2020 und umfasst folgende Risikopositionen:

  • Münzen und Banknoten in EUR
  • Aktiva in Form von Forderungen gegenüber Zentralbanken des Eurosystems, die in Zusammenhang mit der Durchführung geldpolitischer Maßnahmen stehen, d.h. Risikopositionen, die in Zusammenhang mit Einlagen in der Einlagefazilität stehen sowie bei der Zentralbank auf Mindestreservekonten gehaltene Einlagen, einschließlich Einlagen, die zur Erfüllung der Mindestreservepflicht gehalten werden.

Die österreichische Finanzmarktaufsicht stellte des Weiteren fest, dass Risikopositionen gegenüber der Zentralbank, die nicht im Zusammenhang mit der Durchführung geldpolitischer Maßnahmen stehen, nicht ausgenommen werden können. Außerdem ist ein separater Antrag nicht erforderlich, bei der Nutzung der Erleichterung sind die weiteren Maßgaben des Art. 500b CRR zu beachten.

 

Schreiben der FMA

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