close
Share with your friends

Um den langfristigen Einfluss von COVID-19 auf das Verhalten und die Bedürfnisse der Verbraucher zu analysieren, hat KPMG für die Studie „Consumers and the new reality“ in einem Zeitraum von vier Monaten über 70.000 Verbraucher in zwölf Märkten in sechs separaten Wellen befragt. Jede Befragungsrunde soll ermitteln, wie sich die Entwicklung von COVID-19 auf das Verbraucherverhalten als auch auf die Unternehmen auswirkt.

Die Studie zeigt, wie und warum die Erfahrung von Verbrauchern in den Branchen Einzelhandel, Banking und Versicherung während COVID-19 ihre zukünftige Entscheidungsfindung beeinflussen wird. Darüber hinaus gibt die Studie Auskunft darüber, von welcher Dauer diese Trends sein werden, wie einzelne Regionen sich während COVID-19 entwickelt haben und welche Bedeutung diese Trends für Unternehmen aufzeigen.

Einzelhandel im Fokus:

Das Vertrauen hat gelitten, die Einkaufslust ist gebrochen. Dennoch gibt es Signale für ein Comeback

Der Einzelhandel, vor allem die Beziehung der Verbraucher gegenüber den Handelsunternehmen, ist laut der fünften Umfrage stark von den Auswirkungen von COVID-19 betroffen. Im Lebensmittelbereich wird deutlich, dass die eingekauften Mengen seit Ausbruch der Pandemie zwar weltweit größer ausfallen, bspw um 33 Prozent in China oder 19 Prozent in Brasilien. Dafür wird jedoch seltener eingekauft, in Frankreich um 29 Prozent, in Kanada sogar um 45 Prozent. Die Ergebnisse zeigen außerdem einen Einbruch der Ausgaben im Non-Food Bereich. Hier geben sogar finanziell abgesicherte Verbraucher um bis zu 23 Prozent weniger aus, im Vergleich zur vor COVID-19-Zeit.

War das Vertrauen in den Einzelhandel während der Hochphase von COVID-19 noch deutlich höher als in andere Branchen, hat dieses nun signifikant abgenommen. Der Studie zufolge sank das Vertrauen im Vergleich zu Q1 im Non-Food Bereich um acht Prozent, im Lebensmittelbereich sogar um zehn Prozent. Um dieses Vertrauen wieder zu gewinnen, müsse der Einzelhandel die persönliche Sicherheit der Verbraucher ernstnehmen und sichtbare Maßnahmen ergreifen. Als Beispiele werden ua desinfizierte Einkaufswägen, bereitgestellte Handdesinfektionsmittel aber auch angepasste Preise genannt. Neben diesen (hygienischen) Maßnahmen sieht die Studie aber auch die Bereitschaft der Verbraucher als gegeben, lokale Unternehmen und damit die eigene Gemeinschaft zu unterstützen. Dieser lokale Fokus wird ein weiterer wichtiger Treiber des Konsums sein.