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Insurance News: Ad-hoc-ORSA zu COVID-19 in Deutschland

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Die BaFin hat die ersten Ad-hoc-ORSA-Berichte mit Corona-Bezug untersucht.

Raimund Korherr

Senior Manager, Audit

KPMG Austria

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Ad-hoc-ORSA in Deutschland

Der ORSA ist ein wesentlicher Bestandteil des Risikomanagements von Versicherungsunternehmen. Gerade auch Entwicklungen im Zusammenhang mit COVID-19 sind in diesem Prozess angemessen zu berücksichtigen.

Versicherer müssen in einem ersten Schritt prüfen, ob ein Ad-hoc-ORSA notwendig ist, dh ob die aktuelle Situation ihr Risikoprofil wesentlich verändert, es sei denn, die neuen Erkenntnisse sind bereits in einen regelmäßigen ORSA eingeflossen. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn sich die bisherige Bewertung der Markt- oder versicherungstechnischen Risiken als unzureichend herausstellt.

Im Ad-hoc-ORSA müssen die Unternehmen zumindest auf die Risikosituation derjenigen Bereiche eingehen, die wesentlich zum geänderten Risikoprofil beitragen. Insbesondere müssen sie darstellen, wie sie auch unter den neuen Bedingungen jederzeit die aufsichtsrechtlichen Eigenmittelanforderungen und die Anforderungen an die versicherungstechnischen Rückstellungen einhalten. Sie müssen dies mit geeigneten Stresstests untermauern, welche die aus der makroökonomischen Lage resultierenden Risiken im Bereich der Kapitalanlagen und der Versicherungstechnik angemessen berücksichtigen.

Wenn sie einen Ad-hoc-ORSA beginnen, weil sie eine wesentliche Änderung des Risikoprofils zunächst vermuten, diese sich aber im weiteren Verlauf nicht bestätigt und der Ad-hoc-ORSA abgebrochen wird, erwartet die BaFin von den Unternehmen, dass sie ihr auch die bis dahin erzielten Ergebnisse zügig vorlegen.

Zudem müssen die Unternehmen die Annahmen und Methoden erläutern, die sie ihrem ORSA zugrunde gelegt haben.

Conclusio der BaFin

Im Ergebnis zeigt sich, dass nicht alle Versicherungsunternehmen eine umfassende, aussagekräftige Analyse vorgenommen haben. Zwar berücksichtigen die Unternehmen die veränderten Kapitalmarktbedingungen in der aktuellen Bewertung der Solvabilität. Eine vorausschauende Analyse der Risikotragfähigkeit, etwa auch im Hinblick auf die Effekte von COVID-19 auf die Geschäftsentwicklung und die Versicherungstechnik, steht jedoch bei manchen Versicherungsunternehmen noch aus.

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