Begleitschreiben zum österreichischen Moratorium ohne Gesetzesform (privates Moratorium)

Begleitschreiben zum österreichischen Moratorium

Am 30. September 2020 veröffentlichte die Wirtschaftskammer Österreich ein Begleitschreiben zur Notifizierung des Moratoriums ohne Gesetzesform.

Bernhard Gruber

Partner, Advisory

KPMG Austria

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Zur korrekten Implementierung des privaten Moratoriums entsprechend den europäischen Rahmenbedingungen veröffentlichte die WKO ein Schreiben mit Informationen für Banken.
Demnach lösen nur Stundungsvereinbarungen, die den Bedingungen eines EBA-konformen Moratoriums entsprechen, regulatorische Erleichterungen der Leitlinien im Bereich Ausfall und Forbearance aus. Weder das gesetzliche Moratorium noch das Moratorium ohne Gesetzesform (privates Moratorium) stellen eine Garantie gegen den Ausfall des Kreditnehmers da.

Im Zusammenhang mit der Anwendung des Forbearance-Regimes bedeutet dies, dass Risikopositionen, die schon vor der Vereinbarung einer Stundung, die nunmehr rückwirkend unter das Moratorium ohne Gesetzesform fallen, als „forborne“ qualifiziert wurden, zwingend in dieser Einstufung bleiben. Hingegen lösen Stundungsvereinbarungen im Anwendungsbereich des Moratoriums ohne Gesetzesform keine Einstufung als „forborne“ im Sinne von Art. 47b CRR aus. Außerdem können Stundungsvereinbarungen, die nicht dem österreichischen Moratorium ohne Gesetzesform unterfallen, keine Befreiung von dem Forbearance-Regime bewirken.

Die Wirkung des Moratoriums ist auch rückwirkend bis zum 15.März 2020 in allen relevanten bankinternen Systemen zu erfassen und die regulatorischen Anforderungen in Zusammenhang mit Stundungen bzw. der Forbearance-Klassifikation sind ab sofort in allen bankaufsichtlichen Meldungen adäquat zu reflektieren (aufsichtliche Erwartungshaltung).

 

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