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EBA veröffentlicht Richtlinien zu Reporting und Offenlegung im Zusammenhang mit COVID-19

Richtlinien zu Reporting und Offenlegung

Die EBA hat am 2. Juni 2020 Richtlinien zu Reporting und Offenlegung im Zusammenhang mit COVID 19 (EBA/GL/2020/07) veröffentlicht. Damit werden Lücken im aufsichtsrechtlichen Reporting geschlossen.

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Die abgefragten Daten sind erforderlich, um die Aktivitäten der Institute im Zusammenhang mit COVID 19 und die sich daraus ergebenden Risiken und zu überwachen. Durch die zusätzlich erforderlichen Offenlegung (Säule 3) soll die Transparenz unter Beachtung der Proportionalität gestärkt werden. Die neuen Erfordernisse betreffen bereits den Meldestichtag 30. Juni 2020(!).

Seit Ausbruch der COVID-19-Krise haben nationale Gesetzgeber und EU-Institutionen Maßnahmen ergriffen, um die negativen Auswirkungen auf das Wirtschaftssystem und insbesondere den EU-Bankensektor abzufedern. EBA setzt dabei den Schwerpunkt, die Institute bei der Kreditvergabe an die Realwirtschaft durch möglichst klare Regeln in Bezug auf die Anwendung aufsichtlicher Vorgaben zu unterstützen.

Allerdings sind diese Maßnahmen bislang in den aufsichtlichen Meldungen und auch den Offenlegungen nur unzureichend abgebildet, zumal die Maßnahmen nicht zu einem automatischen Stufentransfer führen und auch vielfach keinen Forbearance-Tatbestand darstellen. Die Aufsicht benötigt jedoch ein klares Bild über den Umfang der gewährten Maßnahmen und auch über die Risiken, die aus den Aktivitäten der Banken im Zuge von deren Umsetzung entstehen.

Die zusätzlichen abgefragten Informationen sind essenziell für das aufsichtsrechtliche Verständnis und sollten jene Informationen umfassen, die auch ein sorgfältiger Geschäftsleiter einfordern müsste. Nicht zuletzt sind diese Daten zum Verständnis der gesamthaften Finanzmarktstabilität in der EU unabdingbar.

Um eine effiziente und gleichartige Umsetzung in der gesamten EU zu gewährleisten, hat die EBA zusätzliche Reporting-Formulare für einen begrenzten Zeitraum von 18 Monaten eingeführt. Darin werden Informationen über die Anwendung von Stundungen und Forbearance-Maßnahmen im Zusammenhang mit COVID-19 und auch über Neukreditvergaben mit staatlichen Garantien erhoben. Unter Anwendung des Proportionalitätsgrundsatzes können nationale Aufsichtsbehörden einzelne Institute von der Anwendung einzelner der neuen Reporting-Formulare oder einzelner der zusätzlich erforderlichen Offenlegungen befreien. Inwieweit die FMA davon Gebrauch machen wird, bleibt abzuwarten.

Erster Berichtsstichtag für die zusätzlichen Reporting- und Offenlegungs-Erfordernisse ist bereits der 30. Juni 2020.

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