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EBA-Information zu weiterer Flexibilität in Bezug auf COVID-19

EBA-Information zu Flexibilität in Bezug auf COVID-19

Die Europäische Bankenaufsichtsbehörde veröffentlichte am 22. April 2020 weitere Informationen zu Flexibilität in aufsichtsrechtlichen Ansätzen, im aufsichtlichen Überprüfungs- und Bewertungsprozessen (SREP) sowie in der Sanierungsplanung.

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Die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) zeigt in ihrer Stellungnahme auf, wie zusätzliche Flexibilität in den Aufsichtsansätzen in Bezug auf folgende Bereiche umgesetzt wird:

  • Aufsichtlicher Überprüfungs- und Evaluierungsprozess (SREP): Es wird die Notwendigkeit einer effektiven und vor allem pragmatischen SREP-Bewertung in 2020 erkannt. Daher wird der SREP auf wesentliche Risiken und Schwachstellen konzentriert, die vor allem durch die Krise verursacht wurden. Dies führt dazu, dass der SREP 2020 eventuell nicht eine gründliche und umfassende Bewertung aller Risiken und Schwachstellen der Institute umfasst.
  • Sanierungsplanung: Gemäß EBA sollte der Schwerpunkt in der Planung von Sanierungsmaßnahmen auf dem Verständnis für unter den derzeitigen Bedingungen notwendigen und verfügbaren Optionen liegen. Dazu mahnt die EBA auch weiterhin nach den bestehenden Regeln die Sanierungsindikatoren zu überwachen. Die zuständigen Behörden sollten in ausreichender Häufigkeit über die aktuellen Überwachungsmaßnahmen der Institute informiert werden. Zur operativen Entlastung schlägt die EBA deshalb vor, dass dieses Jahr nur Schlüsselelemente der Sanierungspläne vorgelegt werden, und andere Teile bis zum nächsten Bewertungszyklus aktualisiert werden können.
  • Digitale operationelle Widerstandsfähigkeit: Die EBA fordert die Institute auf, die Geschäftskontinuität, eine angemessene IT-Kapazität und ein Sicherheitsrisikomanagement zu gewährleisten. Dabei verweist sie auch auf die neuen EBA Leitlinien für das Management von IKT- und Sicherheitsrisiken, welche ab dem 30. Juni 2020 anzuwenden sind.
  • Verbriefungen: Die Stellungnahme enthält auch Auslegungen zur Anwendbarkeit der EBA-Leitlinien über Moratorien für Verbriefungen.

Zusätzlich stellt die EBA eine Reihe von Aspekten in Bezug auf das Marktrisiko klar. Eine Abschwächung des Anstiegs der zusätzliche Bewertungsanpassungen (AVA) im Zuge der vorsichtigen Bewertung (prudent valuation) gemäß der delegierten Verordnung (EU) 2016/101 ist erforderlich, um die erhöhte Volatilität an den Märkten auszugleichen. Die Stellungnahme zum Marktrisiko befasst sich darüber hinaus auch mit der Verschiebung der Meldeplicht des FRTB-SA gemäß CRR2 auf Q3 2021, der Verschiebung von Umsetzungsphasen der Margin-Anforderungen für nicht zentral abgewickelte OTC-Derivate um ein Jahr, sowie die Erhöhung der Risikokennzahlen und Multiplikationsfaktoren bei internen Modellen für Marktrisiken (IMA).

 

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