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Accounting News 2020/01

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IASB verabschiedet Änderungen an IAS 1

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Das IASB hat am 23. Januar 2020 Änderungen an IAS 1 Darstellung des Abschlusses veröffentlicht.

Die verabschiedeten Änderungen an IAS 1 betreffen eine begrenzte Anpassung der Beurteilungskriterien für die Klassifizierung von Schulden als kurzfristig oder langfristig.

Das IASB stellt klar, dass die Klassifizierung von Schulden als kurzfristig von den Rechten des Unternehmens zum Abschlussstichtag abhängt, die Erfüllung der Schuld um mindestens zwölf Monate nach Ende des Berichtszeitraums zu verschieben: Liegen solche Rechte vor, klassifiziert die Schuld als langfristig. Das Recht, die Erfüllung der Schuld zu verschieben, muss hierbei substanziell sein. Sofern das Unternehmen für die Ausübung eines derartigen Rechtes bestimmte Bedingungen zu erfüllen hat, müssen diese am Abschlussstichtag erfüllt werden; anderenfalls erfolgt die Klassifizierung als kurzfristig.

Für die Klassifikation einer Schuld ist es unerheblich, ob das Management beabsichtigt oder erwartet, dass die Schuld tatsächlich innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag erfüllt wird. Entscheidend für die Klassifizierung sind lediglich am Abschlussstichtag bestehende Rechte, die Erfüllung der Schuld um mindestens zwölf Monate zu verschieben. Dies gilt auch im Falle der Erfüllung innerhalb des Wertaufhellungszeitraums.

Der Zeitpunkt der Erfassung sowie die Bewertung von Verbindlichkeiten sind von den beschlossenen Änderungen nicht betroffen.

Die Änderungen sind ab dem 1. Januar 2022 anzuwenden. Eine vorzeitige Anwendung der Änderungen ist laut IASB zulässig, setzt jedoch ein EU-Endorsement voraus.

Die Pressemitteilung des IASB ist hier abrufbar: IASB Pressemitteilung

EU-Übernahme der Verlautbarung des IASB zur Reform der Referenzzinssätze

Die Europäische Union hat im Amtsblatt vom 16. Januar 2020 die Verordnung (EG) Nr. 2020/34 vom 15. Januar 2020 zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1126/2008 betreffend die Übernahme bestimmter internationaler Rechnungslegungsstandards in Übereinstimmung mit der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates veröffentlicht.

Mit dieser Verordnung wird die IASB-Verlautbarung Reform der Referenzzinssätze („Interest Rate Benchmark Reform“) vom 26. September 2019 für eine Anwendung in Europa übernommen. Diese Verlautbarung sieht Änderungen an den Standards IFRS 9 Finanzinstrumente, IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung sowie IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben vor.

Die Änderungen betreffen insbesondere bestimmte Erleichterungen im Hinblick auf die Hedge Accounting-Vorschriften in Berichtszeiträumen vor der Ablösung eines bestehenden Referenzzinssatzes durch einen alternativen Satz. Sie sind verpflichtend für alle Sicherungsbeziehungen anzuwenden, die von der Reform des Referenzzinssatzes betroffen sind. Zusätzlich sind weitere Angaben darüber vorgesehen, inwieweit die Sicherungsbeziehungen der Unternehmen von den Änderungen betroffen sind.

Die Änderungen treten für Berichtsperioden in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2020 beginnen. Die Erstanwendung entspricht damit dem vom IASB beschlossenen Anwendungszeitpunkt. Die Verordnung der Kommission kann hier heruntergeladen werden.

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