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Prüfschwerpunkte 2020 der FMA

Prüfschwerpunkte 2020 der FMA

Die Österreichische Finanzmarktaufsicht veröffentlicht ihre Prüfschwerpunkte für das Jahr 2020. Aufbauend auf einer mittelfristigen Risikoanalyse wurden sechs Aufsichtsschwerpunkte herausgearbeitet.

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Am 28. November 2020 veröffentlichte die Österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) ihre Aufsichts- und Prüfschwerpunkte für das Jahr 2020. Diverse Risikotreiber, wie fortschreitende Handelskonflikte, der digitale Wandel oder Auswirkungen durch den Klimawandel wurden von der FMA in einer mittelfristigen Risikoanalyse herausgearbeitet. In Folge wurden sechs Themenfelder als Aufsichts- und Prüfschwerpunkte definiert.

Als ersten Bereich nimmt sich die FMA Risiken der Digitalisierung zum Schwerpunkt. Der Fokus der FMA liegt dabei auf der Weiterentwicklung von Prüfungen im Bereich IT-Security, der Analyse von Risiken, welche sich durch Digitalisierungsstrategien innerhalb Unternehmen ergeben, sowie die digitale Vernetzung von Marktteilnehmer und die sich daraus ergebenden Konzentrationsrisiken.

Darüber hinaus ist für die FMA die Stärkung der Krisenfestigkeit der Finanzdienstleister von hoher Bedeutung. Hierbei wurde der Fokus auf die Bereiche Abbau von notleidenden Krediten (NPLs), die Verbesserung der Zusammenarbeit im Krisenfall und die Entwicklung von integrierten Turnaround-Strategien gelegt.

Ein weiterer Punkt, den die FMA vermehrt regulatorisch und aufsichtlich begleiten möchte, sind „Neue Geschäftsmodelle“, beispielsweise Security Tokens als neue Assetklasse am Kapitalmarkt. Dabei sollen auch die Herausforderungen der Plattformökonomie beleuchtet werden. Die FMA möchte ein Verständnis über diese Geschäftsmodelle und deren Implikationen für die operative Aufsichtsarbeit erhalten. Sofern eine legistische Umsetzung einer „Regulatory Sandbox“ erfolgt, wird die FMA die operative Betreuung durchführen.

2020 fokussiert sich die FMA im Rahmen eines sauberen österreichischen Finanzplatzes weiters auf die systematische Identifikation von unzulässigen Vertriebspraktiken in allen Sektoren unter Einbeziehung von grenzüberschreitenden Geschäften. Dabei verlautbart die FMA eine „Null-Toleranz-Politik“ in Sachen Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung. Die am österreichischen Markt tätigen konzessionslosen Unternehmen sollen außerdem sondiert und entfernt werden.

Weiters will sich die FMA 2020 dem Thema „Good Governance“ verstärkt annehmen. Hierbei wird der Fokus auf die Governance im Unternehmensverbund, das Zusammenwirken von verschiedenen Compliance-Funktionen innerhalb der Unternehmen und die Auswirkung neuer Geschäftsmodelle auf die unternehmensinterne Governance gelegt. Zudem werden Governance-Workshops mit beaufsichtigten Instituten durchgeführt.

Als letzten Punkt hebt die FMA den kollektiven Verbraucherschutz hervor. Die Weiterentwicklung bereits implementierter Initiativen zur Schaffung von Kostentransparenz, die Fortsetzung der integrierten Vertriebsaufsicht und der Ausbau des Marktberichts sind dabei von großer Bedeutung. Des Weiteren soll die Finanzkompetenz von Verbrauchern verbessert werden („financial literacy“).

FMA - Fakten, Trends und Strategien 2020

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