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Finale Version der aktualisierten FMA-Mindeststandards für die Interne Revision

Interne Revision

Die österreichische Finanzmarktaufsicht hat am 2. Jänner 2020 die finale Version ihrer überarbeiteten Mindeststandards für die Interne Revision (FMA-MS-IR) veröffentlicht. Gegenüber dem Konsultationsentwurf von vergangenem Oktober wurden einige Konkretisierungen vor allem in Bezug auf die Kommunikation mit der Aufsichtsbehörde und die Rolle des Aufsichtsrats vorgenommen. Diese neuen Mindeststandards finden seit dem 2. Jänner 2020 Anwendung.

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Wie bereits in unserer Aussendung vom 15. Oktober berichtet, erfolgt die Aktualisierung der Mindeststandards aus dem Jahr 2005 in erster Linie, um geänderte Bestimmungen aus § 42 BWG zur Internen Revision sowie den neuen EBA Leitlinien zur Internen Governance und zu Auslagerungen zu berücksichtigen. Nach Abschluss der Konsultation wurde nun eine aktualisierte Fassung veröffentlicht, in der einige Konkretisierungen und redaktionelle Anpassungen vorgenommen wurden. Unter anderem umfasst der Anwendungsbereich der Mindeststandards nun auch explizit Finanzinstitute iSd § 1 Abs. 2 BWG.

In Bezug auf den Revisionsplan wird konkretisiert, dass dieser spätestens im vierten Quartal zu beschließen ist und auch dem Aufsichtsrat bzw. dem Prüfungsausschuss nachweislich zur Kenntnis zu bringen ist. Dem Aufsichtsrat bzw. dem Prüfungsausschuss wird darüber hinaus die Möglichkeit eingeräumt, anlassbezogen ungeplante Prüfungen („Sonderprüfungen“) anzuregen.

Hinsichtlich dem viel diskutierten regelmäßigen Austausch zwischen Aufsichtsbehörde und interner Revision stellen die Mindeststandards in der nun gültigen Fassung klar, dass sich aus diesem Punkt keine über bestehende gesetzliche Verpflichtungen hinausgehende Berichtspflichten der Internen Revision an die Aufsichtsbehörden begründet. Diesbezüglich wurden im Rahmen der Konsultation Bedenken geäußert, dass sich aus einer Kommunikation zwischen der Internen Revision und der Behörde ohne Einbindung des Vorstandes ein persönlicher Interessenkonflikt für den Leiter der Internen Revision ergeben könnte.

Darüber hinaus erfolgte in der Überarbeitung auch noch eine Klarstellung, dass den uneingeschränkten Auskunfts-, Einschau- und Prüfrechten weder die DSGVO noch das Bankgeheimnis oder andere vergleichbare Rechtshindernisse entgegenstehen. Dies gilt auch gegenüber Auslagerungs-Dienstleistern sowie Kreditinstituten der Kreditinstitutsgruppe, sofern im Rahmen der Tätigkeit der Internen Revision erforderlich.

FMA-MS-IR

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