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Insurance News: Versicherungsvermittlung im Internet

Versicherungsvermittlung im Internet

Das Internet wird von Versicherungsvermittlern zunehmend als Absatzkanal verwendet. Häufig fungieren Internetplattformen dabei als Tarifsvergleichsportale für potentielle Versicherungsnehmer, über die auch Versicherungsverträge abgeschlossen werden können. Fraglich ist, ob und unter welchen Voraussetzungen die Tätigkeiten solcher Internetplattformbetreiber als umsatzsteuerfreie Versicherungsvermittlungsleistungen iSd 6 Abs 1 Z 13 UStG zu werten sind.

Für den Inhalt verantwortlich

Ulf Zehetner

Partner, Tax

KPMG Austria

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Bei Internetplattformen, die als Tarifsvergleichsportale für potentielle Versicherungsnehmer fungieren, über die auch Versicherungsverträge abgeschlossen werden können, sind bezüglich umsatzsteuerfreier Versicherungsvermittlungsleistungen iSd 6 Abs 1 Z 13 UStG folgende Überlegungen anzustellen:

Umsatzsteuerfrei sind „Umsätze aus der Tätigkeit als Bausparkassenvertreter und Versicherungsvertreter“. Ob solche Vermittlungstätigkeiten im Wege des klassischen physischen Versicherungsvertriebs erbracht werden oder „online“ über eine Internetplattform, kann aus umsatzsteuerlicher Sicht uE keinen Unterschied machen. Versicherungsvermittlung kann nämlich durchaus auch auf einer Internetseite stattfinden.

Das Wesen einer Versicherungsvermittlungsleistung liegt darin, dass der Vermittler Interessenten und Versicherungsunternehmer „zusammenbringt“. Die Umsatzsteuerbefreiung steht uE daher auch für die Versicherungsvermittlung via Internetplattform zu, wenn die Tätigkeiten des Internetvermittlers in ihrer Gesamtheit dazu führen, dass

  1.  ein Vertragsabschluss zustande kommt und
  2.  sich die Provision des Vermittlers an diesem Vertragsabschluss bemisst.

Die bloße Adressbeschaffung (Tippgeber) fällt hingegen nicht unter die Umsatzsteuerbefreiung.

Vor diesem Hintergrund sollte bei Vermittlungsverträgen mit einem Internetvermittler darauf geachtet werden, dass eine Versicherungsvermittlungsleistung iSd § 6 Abs 1 Z 13 UStG vorliegt, um eine aus der Umsatzsteuer resultierende Kostenbelastung beim Versicherungsunternehmen zu vermeiden. Dafür wird eine Analyse der vom Internetvermittler erbrachten Tätigkeiten notwendig sein.

 

Autoren: 

Ulf Zehetner

Christoph Glantschnig

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