close
Share with your friends

IBOR News

IBOR News

EZB veröffentlicht Konsultationspapier zum „Legal Action Plan“ hinsichtlich des Übergangs von EONIA auf €STR

Alexander Schiller

Senior Manager, Advisory

KPMG Austria

Kontakt

Verwandte Inhalte

Financial Services

Die EZB hat am 17. Mai 2019 Vorschläge für einen Legal Action Plan für einen reibungslosen Übergang von EONIA auf €STR veröffentlicht und diese zur Konsultation gestellt. Die Vorschläge beziehen sich auf derivative Transaktionen, Collateral Agreements und Cash Produkte.

Mit dem neuen Konsultationspapier holt sich die EZB Arbeitsgruppe das Feedback des Marktes zum weiteren Vorgehen bei der Ablösung des EONIA durch den €STR ein. Dabei stellt sie 15 Fragen die bis 12. Juni 2019 beantwortet werden können. Die Rückmeldungen sollen beim nächsten Treffen der Arbeitsgruppe am 4. Juli 2019 diskutiert und analysiert werden.

Das Konsultationspapier behandelt unter anderem folgende Punkte:
 

1. EONIA Fallback-Zinssatz für Neu- und Altverträge

Die Benchmark-Verordnung schreibt den beaufsichtigten Instituten vor, dass sie über Notfallpläne verfügen müssen, welche das Vorgehen regeln falls ein Zinssatz nicht mehr zur Verfügung steht. Eine der Konsultationsfragen bezieht sich daher auf die Absicht den €STR + Spread = EONIA Ansatz, als primären Fallback-Zinssatz für alle EONIA-Verträge zu etablieren. Dies soll sowohl für Neu- als auch für Altverträge gelten. Mit diesem Ansatz soll die Wertveränderung bei einer Zinsänderung minimiert werden, da der Spread den Unterschied zwischen EONIA und €STR im Schnitt nahezu ausgleicht.
 

2. Vorgehen bei Neuverträgen mit EONIA Zinsbindung

Die Arbeitsgruppe empfiehlt, dass nach dem 2. Oktober 2019, wo operationell möglich, keine Neu-Verträge mehr mit EONIA-Referenz abgeschlossen werden und danach auf den €STR referenziert wird. Für die Neu-Verträge bis zu diesem Datum soll jedoch darauf hingewiesen werden,

  • dass erwartet wird, dass sich die EONIA Methodologie ändert (wird an €STR Methodologie angeglichen),
  • danach auf den geänderten EONIA umgestellt wird und
  • ein robuster Fallback-Zinssatz eingeführt wird.
     

3. Vorgehen bei Altverträgen, welche nach Dezember 2021 auslaufen

Die EZB Arbeitsgruppe empfiehlt die gleichen Punkte wie in Punkt 2 beschrieben, mit dem Zusatz, dass der EONIA als Primärreferenzzinssatz, wenn operationell möglich, ersetzt werden sollte. Es wird jedoch angemerkt, dass das nachträgliche Einfügen von Zusatzklauseln bei Alt-Verträgen mit hohem Aufwand verbunden sein kann und deshalb nach dem „best-effort“ Prinzip vorgegangen werden sollte.

Die Arbeitsgruppe hat im Konsultationspapier auch Vertragsvorlagen-Entwürfe für Cash Produkte erarbeitet. Diese Vertragsvorlagen gelten sowohl für Neu-Verträge in denen der EONIA noch genutzt wird, als auch für Alt-Verträge die auf den EONIA referenzieren.

 

Third public consultation by the working group on euro risk-free rates

So kontaktieren Sie uns

 

Angebotsanfrage (RFP) einreichen

 

loading image Zum Angebotsformular