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Liquiditätsstresstest für Investmentfonds

Liquiditätsstresstest

ESMA startet Konsultationsverfahren zur Harmonisierung von Liquiditätsstresstests für Investmentfonds (AIFs und OGAWs)

Stefanie Eltmann

Manager, Advisory

KPMG Austria

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ESMA hat am 05. Februar 2019 ein Konsultationspapier veröffentlicht, welches 15 Leitlinien zur Harmonisierung von Liquiditätsstresstests (LST) für AIF und OGAW beinhaltet. Dieses richtet sich sowohl an Asset Manager als auch an Verwahrstellen (Depotbanken). Die Leitlinien definieren Mindeststandards für Stressszenarien, die für LST zukünftig heranzuziehen sind.

Asset Manager sollen Liquiditätsstresstests in das Risikomanagement der Fonds integrieren sowie angemessene Melde- und Eskalationsverfahren diesbezüglich aufsetzen.

Zusätzlich ist eine LST-Policy zu erstellen, welche eine regelmäßige Überprüfung und gegebenenfalls Anpassung der verwendeten Szenarien und Modelle vorsieht. Hierbei schreibt ESMA die folgenden Mindestinhalte vor:

  • Angaben zu Fonds, welche von LST erfasst sind (Anwendungsbereich);
  • Art der verwendeten Szenarien;
  • Häufigkeit der Vornahme von LST;
  • Häufigkeit der Überprüfung der LST-Policy.

Entsprechend der Leitlinien sind LST zumindest jährlich durchzuführen, jedoch hängt die Häufigkeit von der Art, vom Umfang und der Komplexität der Fonds und dessen Liquiditätsprofil ab.

Bei der Durchführung von LST sollen vor allem geeignete hypothetische und historische Szenarien als auch Reverse-Stresstest einbezogen werden. Das Konsultationspapier nennt Beispiele für geeignete Szenarien in Bezug auf unterschiedliche Vermögenswerte.

Betont wird, dass für Fonds, welche in Immobilien und Infrastruktur investieren, spezielle Stressszenarien aufgrund ihrer geringen Liquidität durchzuführen sind. Asset Manager sollen insbesondere auf Szenarien mit niedriger Wahrscheinlichkeit und hoher Auswirkung achten, einschließlich der potenziellen Schwierigkeit, dass in Zeiten von Marktturbulenzen weniger liquide Aktiva verlässlich bewertet und zeitnah im besten Interesse der Anleger veräußert werden können.

Auch die Verwahrstellen sind von diesen Leitlinien betroffen. So sollen diese überprüfen, ob für Fonds LST Verfahren dokumentiert sind bzw. ob diese durch den Asset Manager durchgeführt wurden.

ESMA erwartet, dass betroffene Asset Manager Lücken oder Schwachstellen in ihrem Liquiditätsmanagement baldmöglichst identifizieren, analysieren und beseitigen.

Consultation Paper

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