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Dimensionen - Schwerpunkt Rechnungswesen der Zukunf - Tendenz: steigend

Tendenz: steigend

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Dimensionen

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Die KPMG Fachzeitschrift bietet Neuigkeiten aus den Bereichen Wirtschaftsprüfung und Beratung.

Von Digital Payments über Insurtech bis hin zu Neo-Banking: Fintechs verändern die Finanzdienstleistungsbranche auf der ganzen Welt radikal. Das zeigt die aktuelle Erhebung „FinTech100“, ein globales Ranking, das die erfolgreichsten Fintechs weltweit listet. Wie bereits in den Vorjahren zeigt die Studie eindeutig: Chinesische Unternehmen führen mit ihren Geschäftsmodellen die Liste an.

Der jährliche Report „FinTech100“ wird von KPMG gemeinsam mit H2 Ventures erstellt. Er umfasst einerseits 50 etablierte Fintech-Unternehmen („Top 50“), andererseits ebenso viele „Emerging Stars“ der Szene, also neue Anbieter am Markt mit besonders aussichtsreicher Zukunft und bahnbrechenden Ideen. Das Ranking basiert auf Kennzahlen wie etwa Innovation, Aktivität der Kapitalbeschaffung, Größe oder Reichweite.

Ein weltweiter Trend

Gleich drei der „Top 5“-Plätze des KPMG Rankings stammen aus China. Die Stockerlplätze gehen an Ant Financial, gefolgt von JD Finance (beide aus China) sowie Grab (Singapur). An vierter Stelle des Rankings befindet sich das Unternehmen Baidu (China), auf Platz fünf das US-amerikanische Fintech Sofi.

Doch Fintechs sind ein globales Phänomen. Die Unternehmen der „FinTech 100“-Liste stammen aus insgesamt 36 Ländern. Der weltweite Wettbewerb weitet sich somit immer stärker aus. Zum Vergleich: Im Vorjahr stammten die gelisteten Unternehmen lediglich aus 29 Ländern der Welt. Der Großteil der Fintechs, nämlich 41, wurde in Schwellenländern gegründet und agiert auch in diesen.

Amerikanische Fintechs sind im Ranking am häufigsten vertreten: Knapp 20 Prozent der Unternehmen auf der „FinTech100“-Liste stammen aus den USA (18), gefolgt von Großbritannien mit zwölf Unternehmen und China mit elf Fintechs.

Auch in Österreich gelten Fintechs als Innovationsmotor in der Branche.

Am Stockerl ganz oben

Generell sind Fintechs, die sich auf Zahlungsdienstleistungen spezialisiert haben, am häufigsten gelistet: 34 der hundert Fintechs des Rankings agieren im Payment-Bereich, 14 in der Vermögensverwaltung und zwölf im Versicherungssektor. Sogenannte „Multis“, also Fintechs, die eine breite Palette an Finanzdienstleistungen anbieten, dominieren das Ranking.

Auch das erfolgreichste Fintech-­Unternehmen Ant Financial zählt zu dieser Kategorie. Das Unternehmen ist nicht nur Betreiber des Bezahldienstleisters Alipay sondern vergibt Kredite, bietet Veranlagungs-Lösungen und betreibt einen der größten Geldmarktfonds.

Die Lage in der Heimat

Fintechs aus Österreich sind im globalen Ranking zwar nicht vertreten, doch auch hierzulande gelten sie als erfolgreicher Innovationsmotor für die Branche. Fintechs sind ein noch relativ junges Phänomen auf dem österreichischen Kapitalmarkt und sorgen für frischen Wind in der Branche. Sie haben einen entscheidenden Vorteil: Sie bedienen veränderte Kundenbedürfnisse, etwa bei der Kreditvergabe oder bei Überweisungen, schneller und effizienter als traditionelle Banken. Das Potenzial von Fintechs haben längst auch die heimischen Finanzdienstleister erkannt: So kommt es in Österreich verstärkt zu Kooperationen oder Investitionen, um Innovationen gemeinsam voranzutreiben.

Download: KPMG Studie „FinTech 100“