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Express Accounting News 19/2018

Sterbetafel

Bilanzieller Effekt aufgrund neuer Sterbetafeln AVÖ 2018– P Override-Verordnung veröffentlicht

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Mit der veröffentlichten Override-Verordnung ist für Pensions-, Abfertigungs- und Jubiläumsgeldverpflichtungen in bestimmten Fällen eine Verteilung des Unterschiedsbetrages aus der Anpassung der Sterbetafeln vorgesehen.

Veröffentlichung der Override-Verordnung

Im EAN 14/2018 haben wir Sie darüber informiert, dass die Aktuarsvereinigung Österreich die für die Ermittlung von Pensions- und Jubiläumsgeldverpflichtungen heranzuziehenden Sterbetafeln überprüft und als „Pensionstafeln AVÖ 2018-P“ neu veröffentlicht hat. Durch den Anstieg der angenommenen Lebenserwartung ergibt sich idR eine Dotierung der jeweiligen Rückstellung. Aus diesem Anlass hat das Bundesministerium für Verfassung, Reformen, Deregulierung und Justiz (BMVRDJ) am 16. November 2018 im BGBl II 283/2018 eine Verordnung darüber veröffentlicht („Override-Verordnung“), wie die Auswirkungen aus der Änderung biometrischer Grundlagen wie bspw. im Fall einer aktualisierten Sterbetafel nach UGB abzubilden sind.

Konkrete Regelungen der Override-VO

Sofern der Ergebniseffekt, der sich durch die geänderte Sterbetafel (als Änderung der biometrischen Rechnungsgrundlagen) ergibt, den True-and-Fair-View nach § 222 (2) UGB so stark beeinträchtigt, dass dieser auch nicht durch zusätzliche Anhangsangaben wiederhergestellt werden kann, sieht die Override-Verordnung vor, dass der Unterschiedsbetrag gleichmäßig auf einen Zeitraum von bis zu 5 Jahren zu verteilen ist.

Die Verteilung kann entweder durch eine ratiierliche Aufstockung der Rückstellung oder eine volle Passivierung der Rückstellung mit Bildung eines aktiven Rechnungsabgrenzungspostens erfolgen, der über den Verteilungszeitraum aufgelöst wird.

Sofern eine Verteilung nach der Override-Verordnung erfolgt, ist eine (zusätzliche) Ausschüttungssperre für den noch nicht aufgeholten Teil des Unterschiedsbetrages bzw. den in einem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellten Betrag vorgesehen.

Die Art der Erfassung und die Höhe des Unterschiedsbetrages sowie der Verteilungszeitraum sind im Anhang anzugeben.

Die Verordnung tritt mit 20. November 2018 in Kraft und ist auf Geschäftsjahre anwendbar, die nach dem 31. Dezember 2017 enden, sofern der Jahresabschluss nach dem 16. November 2018 (nach der Verlautbarung der Verordnung im BGBl) noch nicht aufgestellt wurde.

Override-Verordnung

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