Die richtige Balance zu finden ist für berufstätige Eltern gar nicht so leicht. Sei es die Rückkehr aus der Karenz oder Krankheitsfälle bei den Kindern. Im Rahmen von WOWMOM möchte sich Theda Schiffner mit Müttern und Vätern austauschen, um gemeinsam den Spagat zwischen Familie und Beruf zu schaffen.

  

Der Wiedereinstieg ins Berufsleben nach der Karenz wird von vielen unterschiedlichen Herausforderungen begleitet: fachliche Veränderungen treffen auf technische Neuerungen. Und meistens ist es auch innerhalb des gewohnten Teams zu Ab- und Neuzugängen gekommen. Viele Kolleginnen und Kollegen erwarten von sich selbst nach einer meist jahrelangen Pause, dass sie sofort wieder so weitermachen können wie davor. Diese Erwartungshaltung will Theda Schiffner mit ihrer Idee zu einem internen Austausch aufbrechen. „Ich habe mir selbst damals viel Druck auferlegt und wollte alles schaffen. Doch mit zwei Kindern und Teilzeit war das leider nicht möglich“, erzählt sie mit Blick auf ihre Rückkehr im Jahr 2020.

Erfahrungen & Ideen austauschen

Gestartet hat Theda bei uns vor mehr als zehn Jahren im Bereich Audit. Wen möchte die zweifache Mutter mit WOWMOM ansprechen? Wie der Name schon vermuten lässt, sind es Eltern, die bei KPMG Teilzeit oder Vollzeit tätig sind. „Ich denke alle Mütter – und natürlich auch Väter – würden davon profitieren, wenn sie Teil eines Netzwerks sind, mit dem sie ganz informell ihre Erfahrungen austauschen können“, erklärt Theda. „Mir geht es auch darum, gemeinsam Ideen zu sammeln. Flexible Arbeitszeiten unterstützen berufstätige Eltern zwar sehr, aber abgesehen davon gibt es sicherlich noch weitere Möglichkeiten, um den ­beruflichen Alltag von Müttern und Vätern zu verbessern.“ 

WOWMOM - KPMG

Geteilter Job – gemeinsame Ziele

Ihren Einstieg nach der Karenz, beschreibt Theda heute als schwierig. Aufgrund von zu vielen Projekten führten Überstunden sowie – vor allem Corona-bedingt – Homeoffice bei gleichzeitiger Kinderbetreuung zur Überlastung. Zusätzlich sorgten Unsicherheiten und fehlende Routine für Selbstzweifel. „Nach einem Jahr war es mir zu viel und ich musste mir selbst eingestehen, dass es so nicht weitergehen kann. Meine Audit-Partnerin war dabei eine große Stütze. Wir haben die nächste Saison zusammen ganz anders geplant“, erzählt die Audit-Managerin. Für ihr zweites Jahr nach der Rückkehr hat sie gemeinsam mit einer Kollegin das Pilotprojekt „Jobsharing“ gestartet. „Für mich ist es eine große Erleichterung, wenn ich weiß, dass meine Kollegin für die Kunden da sein kann und an unseren To-dos weiterarbeitet, wenn ich nicht da bin“, berichtet Theda. Gegenüber den Kunden wurde die Vorgehensweise von Beginn an ganz offen kommuniziert. „Die Rechnungswesenleiterin war sehr begeistert, dass wir es auf diese Art und Weise geregelt haben, da sie selbst ebenfalls teilzeitbeschäftigt ist. Ich denke, dass Modelle dieser Art für bestimmte Tätigkeiten nur von Vorteil sein können für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch unsere Kunden.“

Theda hat ihre Zeit nach der Karenz und ihre beruflichen Erfahrungen auch im Rahmen eines WOW-Talks geschildert. „Das Feedback danach war sehr positiv. Ich habe gemerkt, dass es vielen Kolleginnen ähnlich geht. Gemeinsam mit den WOW-Kolleginnen kam mir dann die Idee zur Schaffung des Netzwerks WOWMOM.“